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	<title>Mark. Alder &#187; Ding</title>
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	<description>Reden - und über&#039;s Reden reden</description>
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		<title>Mark. Alder</title>
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		<title>Mehr Flower Power fürs Copyright</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 16:29:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich einen heissen Sommertag vor. Soeben ist ein Gewitter vorbei gezogen, jetzt scheint die Sonne wieder mit aller Kraft und die Erde dampft. Sie gehen über eine Wiese und nehmen den intensiven Duft wahr. Können Sie die Blumen riechen? &#8211; In solchen Momenten kommt mir immer mein Dusch-Gel in den Sinn und die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Blumenwiesenduschgel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-497" title="Blumenwiesenduschgel" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Blumenwiesenduschgel-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a>Stellen Sie sich einen heissen Sommertag vor. Soeben ist ein Gewitter vorbei gezogen, jetzt scheint die Sonne wieder mit aller Kraft und die Erde dampft. Sie gehen über eine Wiese und nehmen den intensiven Duft wahr. Können Sie die Blumen riechen? &#8211; In solchen Momenten kommt mir immer mein Dusch-Gel in den Sinn und die Frage drängt sich auf: Riecht die Wiese nach Dusch-Gel oder riecht das Dusch-Gel nach Blumenwiese?</p>
<p>Ok, vielleicht bin ich der einzige, der auf einer Blumenwiese an Dusch-Gel denkt. Aber es gibt andere Bereiche als die Düfte, in denen man die Kopie wahrhaftig nicht mehr vom Original unterscheiden kann. Ich rede – natürlich – von digitalen Daten, vom <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IeTybKL1pM4" target="_blank">digitalen Kopieren</a>.</p>
<p>Kopiert wird aber nicht erst, seit es digitale Medien gibt. Kopiert wurde schon immer: Ein mittelalterlicher Mönch konnte innerhalb eines Jahres eine Bibel kopieren (abschreiben), nach Erfindung der Druckerpressen im 15. Jh. gab es Druckerprivilegien, die regelten, wer kopieren (drucken) durfte. Und in den 1970er und 1980er Jahren haben wir die Radio-Hitparade auf Kassetten aufgenommen und die Machwerke dann auf dem Schulhof ausgetauscht oder verschenkt.</p>
<p>Der Begriff der Kopie hat sich aber auch gewandelt: abgeschriebene Bibeln waren inhaltlich fehlerhaft, die Tonqualität von Kassetten hat von Kopie zu Kopie abgenommen. Abgesehen vom Dusch-Gel, das wohl besser riecht als die originale Blumenwiese, war es so, dass Kopien gegenüber dem Original minderwertig waren.</p>
<p>Bei digitalen Daten jedoch, wie Mp3-Musikdateien, Youtube-Filme oder pdf-Texten sind die Kopien vom Original nicht zu unterscheiden. Man kann in unserem digitalen Zeitalter ohne Schaden und fast ohne Kosten absolute identische Kopien herstellen. Kopierverbote sind deshalb nur schwer durchsetzbar, weil niemand versteht, warum das verboten sein sollte. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er sucht und braucht den Austausch mit anderen Menschen, und er hat einen natürlichen Drang zum Teilen und zum Mitteilen. Kopieren ist also letztlich ein sozialer Akt.</p>
<p>Heutzutage ist es einfacher denn je, digitale Daten zu kopieren und beispielsweise auf sozialen Netzwerken auszutauschen. Es ist einfacher denn je, andere an seiner Freude teilhaben zu lassen. Das kann und darf nicht unterbunden werden!</p>
<p>Es braucht also dringend neue Ideen, wie wir im digitalen Zeitalter mit Kopien umgehen sollen. Die geltenden gesetzlichen Regelungen wirken im Zeitalter von mp3 und Facebook geradezu unmenschlich. Ideengeber könnte zum Beispiel das Dusch-Gel sein und dessen Original, die Blumenwiese. In diesem Sinne plädiere ich für mehr Flower-Power im gesetzgeberischen Umgang mit digitalen Kopien.</p>
<p style="text-align: right;">(1/52)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=493&amp;md5=5b35d67a1e42daecafe705f5cb8732dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>analoge Metatags</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 20:38:29 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Buch ist ein Informationsspeicher. Die Information wartet, als Buchstaben gedruckt, zu Sätzen, Abschnitten und Kapiteln gefügt darauf, vom Leser aufgenommen zu werden. Darin besteht der Sinn gedruckter Texte. Sie enthalten aber noch mehr Information, nämlich sogenannte Metainformation. Das sind beispielsweise die ISBN-Nummer, das Erscheinungsjahr und der Erscheinungsort, die Auflage, der Verlag, etc. Alle diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/altes-Buch.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-509" title="altes Buch" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/altes-Buch-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Ein Buch ist ein Informationsspeicher. Die Information wartet, als Buchstaben gedruckt, zu Sätzen, Abschnitten und Kapiteln gefügt darauf, vom Leser aufgenommen zu werden. Darin besteht der Sinn gedruckter Texte. Sie enthalten aber noch mehr Information, nämlich sogenannte Metainformation. Das sind beispielsweise die ISBN-Nummer, das Erscheinungsjahr und der Erscheinungsort, die Auflage, der Verlag, etc. Alle diese Metainformationen sind dem Buch in der Regel auf den ersten Seiten beigefügt. Soweit unterscheidet sich ein gedrucktes Buch nicht von einem elektronischen Buch. Auch einem eBook sind Metainformationen beigegeben über Erscheinungszeitpunkt, Ort, Autor, etc.</p>
<p>Bei Fotografien ist die reine Bildinformation (das was auf dem Bild drauf ist) bei analogen und digitalen Bildern vergleichbar. Im Gegensatz zur ausgedruckten Fotografie enthalten jedoch digitale Bilder viel mehr Metainformation. Nicht nur Entstehungszeitpunkt, häufig auf die Sekunde genau, sondern auch der Entstehungsort wird mittels GPS-Tag beigefügt. Weitere Tags wie verwendete Software und Hardware, sogar die Software- und Hardware-Einstellungen können der Bilddatei als Zusatzinformation beigefügt werden. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.</p>
<p>Die digitale Fotografie hat der analogen mittlerweile den Rang abgelaufen. Dies vor allem deshalb, weil die Vorteile digitaler Fotografie offensichtlich sind. Fotografieren mit digitalen Kameras ist einfacher und unmittelbarer. Einfacher, weil man dank Mobiltelefonen in der Regel immer eine Kamera dabei hat, die man ohne grosses Vorwissen bedienen kann. Und unmittelbarer, weil man nicht zuerst den Film entwickeln lassen muss, bis man die Fotos sieht. Aber auch die Metainformationen sind ein entscheidender Vorteil, weil sie ein anderes Erleben der Bilder ermöglichen.</p>
<p>Bei Büchern sind die Unterschiede von der gedruckten zur elektronischen Version nicht ganz so offensichtlich. Zumindest auf den ersten Blick nicht. Die Handhabung eines elektronischen und eines gedruckten Buch sind zwar unterschiedlich, Vorteile und Nachteile halten sich wohl die Waage. Die beigefügten Metainformationen sind vergleichbar – aber nur auf den ersten Blick. Titel, Autor, Erscheinungsort und –jahr, das kennen beiden Formen.</p>
<p>Auf den zweiten Blick aber zeigen sich wesentliche Unterschiede: Beim elektronischen Buch, wie bei allen elektronischen Texten, kann auch die Information als Metainformation genutzt werden. Dieser unschätzbare Vorteil bedeutet, dass ich einen elektronischen Text nach Wortfolgen durchsuchen kann. Bei Word- oder pdf-Texten sowie auf Webseiten macht man das normalerweise mit der Tastenkombination Ctrl + F. Das können gedruckte Texte nur sehr eingeschränkt bieten mit Stichwortregistern. Diese sind auf die wesentlichen Stichworte reduziert und Wortkombinationen sind selten, sonst würde das Stichwortregister den eigentlichen Text umfangmässig um ein Vielfaches übertreffen.</p>
<p>Auf der anderen Seite verfügen aber auch gedruckte Texte über Metainformation, welche ein elektronischer Text nicht hergibt. Ich rede vom „Zerlesungsfaktor“ eines Buches. Bücher, die oft zur Hand genommen werden, entwickeln eine „Patina“, bestehend aus Eselohren, einem geknickten Rücken, vielleicht vergilbten Seiten und weiteren Gebrauchsspuren. Ein zerlesenes Buch fällt auf den ersten Blick auf.</p>
<p>Vergleichbar ist das mit Fotos: Die Fotografie von der Liebsten, die im Geldbeutel mitgetragen wird, bekommt durch die Gebrauchsspuren Metainformationen mit, die eine starke gefühlsmässige Bindung erzeugen. Das Bild wird emotional immer wertvoller. Das kann ein digitales Bild, das im Album des Mobiltelefones aufbewahrt wird und auf jedes neue Gerät als erstes drauf kopiert wird, nicht bieten. Auch Schallplatten, Kassetten und auch CD’s erhalten durch den physischen Gebrauch mit den Jahren Metainformationen, die uns emotional an die Gegenstände binden.</p>
<p>Diese Art der Metainformation ist nicht quantifizierbar. Man kann sie nicht in Zahlen  ausdrücken wie ein Erstellungszeitpunkt (auf die Sekunde genau), ein Entstehungsort (mit GPS auf 5m genau), die exakte Anzahl Zeichen (mit oder ohne Leerschläge), die exakte Dauer des Liedes (wahlweise schon gespielte oder verbleibende Dauer).</p>
<p>Elektronischen Dateien fehlen solche <em>nicht quantifizierbaren Metainformationen</em>, die ich <em><strong>analoge Metatags</strong></em><span style="line-height: 24px;"> nenne</span>. Das erschwert eine emotionale Bindung mit elektronischen, also virtuellen Objekten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass künftige Benutzeroberflächen auch analoge Metatags enthalten, ein einfaches Beispiel könnten langsam verblassende Icons von Dateien sein. Damit würde eine emotionale Bindung nicht nur zu den Geräten, sondern auch direkt zu den darauf gespeicherten (bzw. via sie aus der Cloud zugänglichen) Daten ermöglicht.</p>
<p style="text-align: center;">Ein Buch ist mehr als seine Worte,<br />
Enthält auch Infos andrer Sorte:<br />
Denn hat man es einmal verloren,<br />
Vermisst man bloß die Eselohren.</p>
<p style="text-align: right;">(2/52)</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=508&amp;md5=e2cfb12b4a41d804d673071793fdd253" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum Social Networks die Welt verändern (werden) – Amazon Kindle</title>
		<link>http://blog.markdot.com/warum-social-networks-die-welt-verandern-werden-amazon-kindle/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 19:46:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit nunmehr sechs Wochen bin ich stolzer und zufriedener Besitzer eines Amazon Kindle. Dieses Lesegerät unterscheidet sich punkto Leseerlebnisses, wie zahlreiche namhafte Rezensenten übereinstimmend und überzeugend darlegen, nur minimal von einem richtigen Buch. Das haptische Erlebnis ist natürlich weniger wertig, dafür ist das Gerät leichter als viele Bücher. Was den Kindle aber revolutionär macht, sind [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit nunmehr sechs Wochen bin ich stolzer und zufriedener Besitzer eines Amazon Kindle. Dieses Lesegerät unterscheidet sich punkto Leseerlebnisses, wie zahlreiche namhafte Rezensenten übereinstimmend und überzeugend darlegen, nur minimal von einem richtigen Buch. Das haptische Erlebnis ist natürlich weniger wertig, dafür ist das Gerät leichter als viele Bücher.<br />
Was den Kindle aber revolutionär macht, sind seine social network Komponenten. Ich besitze viele Bücher, die haptisch angenehm und optisch dekorativ in meinem Büchergestell stehen. Viele davon habe ich auch tatsächlich gelesen – davon zeugen zahlreiche Markierungen und Notizen, die ich in den einzelnen Büchern angebracht habe. Ich besitze auch antiquarische Bücher, die teilweise schon Markierungen und Notizen von meinen Vorgängern tragen. Es kommt vor, dass die schon vorhandenen Markierungen sich mit meinen Vorstellungen decken, es kommt aber auch vor, dass dem nicht so ist. Abhängig ist das davon, was für einen Fokus meine Vorgänger jeweils hatten. Und genau darum sind die bereits vorhandenen Markierungen auch nutzlos. Beim Kindle hingegen kann ich nicht nur die Markierungen von einem meiner Vorgänger sehen, sondern die aller, die das Buch schon gelesen haben. Das Feature heisst popular highlights und ist ein Highlight!<a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/10/IMG_20101019_212851_edit0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-160" title="IMG_20101019_212851_edit0" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/10/IMG_20101019_212851_edit0-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Ich halte also, mit andern Worten, ein neues gebrauchtes Buch in den Händen. Es ist nicht nur von einem Vorgänger gebraucht, so wie meine antiquarischen Bücher, sondern von Dutzenden, Hunderten oder Tausenden! Das Wissen und die Meinung aller meiner „Vorgänger“ sind in diesem meinem Exemplar vereinigt und ich kann darauf aufbauen und mich daran beteiligen. Ich steige also schon mal auf einem viel höheren Niveau ein, weil das Buch mehr als nur die Information des Autors enthält.</p>
<p>Mit meinen Markierungen, den highlights, kann ich mich aber auch weiterhin sozial verhalten. Früher standen meine Markierungen unbemerkt im Gestell, bis vielleicht mal ein Besucher ein Buch in die Hand genommen und durchgeblättert und dabei auf meine Markierungen gestossen ist. Heute kann ich direkt vom Kindle aus die mir wichtigen Stellen markieren und via Twitter und Facebook meinen followern und friends weiter leiten – zusammen mit meinen eigenen Gedanken dazu. Was mich an einem Buch bewegt wird damit zur anregenden Diskussionsgrundlage in meinem eigenen sozialen Gefüge.<br />
Dass ich mit meinen Freunden über die Bücher diskutieren kann, die ich momentan lese – oder zumindest über Zitate aus diesen Büchern – macht die Gespräche in meinem Freundeskreis interessanter. Während nämlich Zeitschriften und Zeitungen nur Lärm enthalten, also viel Information die regelmässig 24h später wenn nicht längst überholt, so doch sicher völlig nutzlos ist, fischen (Sach-) Bücher Signale aus diesem Lärm <sup class='footnote'><a href='#fn-159-1' id='fnref-159-1' onclick='return fdfootnote_show(159)'>1</a></sup>.</p>
<p>Weil Bücher über einen längeren Zeitraum hinweg entstehen, können sie im Gegensatz zu kurzlebigen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln aus dem unendlichen Strom von Informationen, dem Informationslärm, Signale herausfiltern. Signale sind relevante Information, Information, die es verdient, festgehalten, erinnert und diskutiert zu werden. Und Diskussionen über solche Inhalte ermöglicht der Amazon Kindle auf völlig unaufgeregte Weise. Als mehr oder weniger single-function-device ermöglicht er die entspannte und ungestörte <sup class='footnote'><a href='#fn-159-2' id='fnref-159-2' onclick='return fdfootnote_show(159)'>2</a></sup> Lektüre von relevanter Information, eben von Büchern.</p>
<p>Für alle Fälle:<br />
<iframe src="http://rcm-uk.amazon.co.uk/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;npa=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=idomethod0f-21&#038;o=2&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=B002Y27P46" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-159'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-159-1'>Mehr zum interessanten Thema, dass die meiste Information reiner Lärm, und damit sinn- und nutzlos ist, in diesem grossartigen Buch (auch als Kindle-Edition erhältlich) :<br />
<a href="http://www.amazon.co.uk/gp/product/0141031484?ie=UTF8&amp;tag=idomethod0f-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1634&amp;creative=19450&amp;creativeASIN=0141031484">Fooled by Randomness: The Hidden Role of Chance in Life and in the Markets</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.co.uk/e/ir?t=idomethod0f-21&amp;l=as2&amp;o=2&amp;a=0141031484" border="0" alt="" width="1" height="1" /> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-159-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-159-2'>Vgl. dazu den (englischen) Beitrag von Alexander Rose bei den Cool Tools von Kevin Kelly <a href="http://www.kk.org/cooltools/archives/003577.php" target="_blank">hier</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-159-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=159&amp;md5=1f57e830b34d4f04d830878e8f1ab618" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wirklichkeit &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 08:15:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu Fragen, was die Realität sei, scheint müssig. So wie ein Fisch einfach im Wasser lebt, ohne es erklären zu müssen, so schwimmen wir gleichsam in der Realität. Aber im Gegensatz zum Wasser ist die Realität, die uns umgibt, begreifbar: Der Stuhl auf dem ich sitze, das Fenster, aus dem ich schaue, die Strasse, das [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Fragen, was die Realität sei, scheint müssig. So wie ein Fisch einfach im Wasser lebt, ohne es erklären zu müssen, so schwimmen wir gleichsam in der Realität. Aber im Gegensatz zum Wasser ist die Realität, die uns umgibt, begreifbar: Der Stuhl auf dem ich sitze, das Fenster, aus dem ich schaue, die Strasse, das Haus, der Wald. Alles ist fass- und damit begreifbar.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-151" title="UnderTheSea (c) philippkeusen.com" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/09/UnderTheSea-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" />Forschungen in Physik und insbesondere in der Quantenphysik zeigen nun aber, dass diese Realität gar nicht so fassbar ist, wie wir meinen. Die seit den alten Griechen dauernde Suche nach den kleinsten Teilchen war nämlich bislang erfolglos. Nach den zuerst theoretisch vermuteten und dann praktisch nachgewiesenen Atomen, die ihrerseits aus Atomkern und darum herum kreisenden Elektronen bestehen, war die Suche nach den kleinsten Teilchen nicht zu Ende. Immer kleinere Teilchen wurden gefunden, die sich immer merkwürdiger verhielten. An einem bestimmten Punkt konnte selbst die bis anhin gebräuchliche Trennung zwischen einem Teilchen und einer Welle nicht mehr aufrecht erhalten werden.</p>
<p>Die Welle, also die Art und Weise, wie beispielsweise Licht sich ausbreitet, galt als Gegenspieler zu den Teilchen. Im subatomaren Bereich jedoch verschmelzen die beiden Formen komplett. Ob etwas als Teilchen oder als Welle wahrgenommen wird, wird vom Beobachter bestimmt.</p>
<p>Auf der Ebene der Sprache werden die Teilchen eher mit Substantiven, Wellen eher mit Verben beschrieben. Die Realität besteht aus Teilchen, und damit aus Substantiven. Das deutsche Wort für Realität, Wirklichkeit, enthält das Wort wirken. Interessant ist das vor allem deshalb, weil wirken ein Verb ist. Und Verben, so meinen wir, sind nicht begreifbar, weil sie nicht stofflich sind. Könnte es aber nicht sein, dass das, was die Wirklichkeit im Innersten ausmacht, ein Verb ist, ein Prozess, eine Tätigkeit? Eben: ein Wirken? Viele Begebenheiten, die wir durchaus der Wirklichkeit zuordnen, sind nicht-stofflicher Natur. Zum Beispiel die Liebe – lieben – als Beispiel für Gefühle, welche allesamt nicht-stofflich sind und die wir trotzdem durchaus begreifen und verstehen können<sup class='footnote'><a href='#fn-149-1' id='fnref-149-1' onclick='return fdfootnote_show(149)'>1</a></sup>.</p>
<p>Offenbar gibt es also gar nichts, zumindest keine Teilchen. Alles, was wir als real und wirklich wahrnehmen, ist in Wahrheit einfach nichts. Wenn man diesen Gedanken weiter denkt, dann könnte man zum Ergebnis kommen, dass die Trennung zwischen stofflicher und nicht-stofflicher Welt eine künstliche ist<sup class='footnote'><a href='#fn-149-2' id='fnref-149-2' onclick='return fdfootnote_show(149)'>2</a></sup>. Diese Trennung ist  in der Natur so nicht angelegt ist, trotzdem nehmen wir sie so wahr. Unsere Wahrnehmung ist eingeschränkt und weitgehend angelernt und damit veränderbar. Die Wirklichkeit entsteht im Wechselspiel von „äusseren Begebenheiten“<sup class='footnote'><a href='#fn-149-3' id='fnref-149-3' onclick='return fdfootnote_show(149)'>3</a></sup> mit unserer Wahrnehmung.</p>
<p>Die Realität besteht also im Kern aus etwas nicht be-greif-barem, sie besteht aus nichts. Was die Realität ausmacht ist ein Wirken, man müsste also treffender wohl von einer „Wirkenlichkeit“ sprechen.</p>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-149'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-149-1'>diese Einsicht verdanke ich dem Quantenphysiker Hans-Peter Dürr, der seine Sicht der Welt eindrücklich in <span style="color: #000000;"><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3e6d73db-06d9-4a65-bf5e-e678dc755b16" target="_blank">diesem</a> </span>Interview darlegt <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-149-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-149-2'>mehr dazu im englischen Post <span style="color: #000000;"><a href="http://blog.markdot.com/hello-world/?lang=en" target="_blank">strive for the intangible things</a></span> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-149-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-149-3'>Ich habe die Anführungszeichen deshalb gesetzt, weil wohl auch diese Trennung eine künstliche ist <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-149-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=149&amp;md5=a924b3a2afd520f2a01d0524d88c6c8c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erfahrungen zählen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 09:21:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was wir alle im Leben anstreben ist glücklich zu sein. Geht es dir nicht auch so? Eigentlich bräuchtest du doch nichts weiter, wenn du nur glücklich wärst, oder? Aber weil du das eben noch nicht bist, benötigst du noch das eine oder das andere, um dahin zu kommen. Versetze dich einmal zurück in deine Kindheit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was wir alle im Leben anstreben ist glücklich zu sein. Geht es dir nicht auch so? Eigentlich bräuchtest du doch nichts weiter, wenn du nur glücklich wärst, oder? Aber weil du das eben noch nicht bist, benötigst du noch das eine oder das andere, um dahin zu kommen.</p>
<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/08/happiness.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-118" title="happiness (c) philippkeusen.com" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/08/happiness-300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>Versetze dich einmal zurück in deine Kindheit und versuche dich an einen Moment zu erinnern, an dem du glücklich warst. Einen Moment, wo du im Einklang mit der Welt warst und der dir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Und dann versuch dich zu erinnern, was dich in diesen Zustand versetzt hat. War es ein Ding oder eine Erfahrung?</p>
<p>Die Chancen stehen sehr gut, dass es etwas war, was du gemacht hast. Häufig sind es Erlebnisse, die uns in Erinnerung bleiben. Was wirklich zählt sind  nicht die Dinge, die wir besessen haben oder besitzen, sondern Erfahrungen, die wir gemacht haben. Das bestätigt auch die Glücksforschung: Wenn du die Wahl hast, ein Ding zu kaufen oder eine Erfahrung zu machen, dann wähle die Erfahrung. Du erreichst damit eine Zufriedenheit, die länger anhält. Die Freude an einem neuen Gegenstand verblasst relativ schnell und wird abgelöst durch den neuen Wunsch nach einem noch besseren Gegenstand.</p>
<p>Immer das neuste Mobiltelefon, ein noch schnelleres Auto, einen Fernsehapparat mit noch grösserer Bildschirmdiagonale, eine Computer mit noch mehr Speicherplatz, neue Kleider, Schmuck, und so weiter – wer kennt das nicht.</p>
<p>Es gibt ja Leute, die eine Nacht lang vor einem Apple Store campieren, um bei den ersten zu sein, die das neuste Apple-Produkt in der Hand halten. Was glaubst du, woran die sich in 5 Jahren erinnern? An das Erlebnis des Wartens in der Nacht, an die  Begegnungen die sie dabei hatten, die Gespräche, die Gefühle. Das Produkt, das sie schliesslich erstanden haben, wird in ihrer Erinnerung sehr schnell verblassen.</p>
<p>Ein Grund dafür liegt darin, dass man Gegenstände besser miteinander vergleichen kann als  Erfahrungen. Bildschirmdiagonale, Speicherplatz, Batterielebensdauer und vor allem Preis sind feste Grössen. Und wenn der Nachbar eine 0.5 Zoll grössere Bildschirmdiagonale zu einem auch nur minimal geringeren Preis erstanden hat, dann mindert das deine Zufriedenheit über den eigenen neu erworbenen Fernseher überproportional.</p>
<p>Die Freude über Erlebnisse dagegen ist beständiger, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie sich nicht ganz so einfach vergleichen lassen. Erlebnisse sind eher qualitativer Natur, während Gegenstände häufig quantitativ gewertet werden.</p>
<p>Kommt dazu, dass es ein Grund- oder Urbedürfnis des Menschen ist, sich selbst zu (er-) kennen und mehr über sich herauszufinden. Mit Erfahrungen und Erlebnissen, die dich aus deiner Komfortzone herausholen, entsteht die Möglichkeit, mehr über dich selber zu erfahren.</p>
<p><strong>Kurz und gut: Wenn du die Wahl hast, dein Geld für Gegenstände oder für Erfahrungen auszugeben, dann wähle die Erfahrung!</strong></p>
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