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	<title>Mark. Alder &#187; Ideen</title>
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	<description>Reden - und über&#039;s Reden reden</description>
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		<title>Mark. Alder</title>
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		<title>Für eine Binärisierung des Alltags</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 11:31:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine gute Freundin aus Deutschland hat mir eine Nachricht geschickt und mich etwas gefragt. Ich sah die Nachricht auf meinem Mobiltelefon, konnte aber gerade nicht antworten und habe mir das deshalb für später vorgenommen. Später, als ich wieder Zeit hatte und die Nachricht beantworten wollte, habe ich sie nicht mehr gefunden. Ich wusste nicht mehr, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Ansichtskarte.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-609" title="Ansichtskarte" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Ansichtskarte-300x298.jpg" width="300" height="298" /></a>Eine gute Freundin aus Deutschland hat mir eine Nachricht geschickt und mich etwas gefragt. Ich sah die Nachricht auf meinem Mobiltelefon, konnte aber gerade nicht antworten und habe mir das deshalb für später vorgenommen.</p>
<p>Später, als ich wieder Zeit hatte und die Nachricht beantworten wollte, habe ich sie nicht mehr gefunden. Ich wusste nicht mehr, über welchen Kanal ich die Nachricht erhalten hatte. Es war keine Mail, auch keine Facebook-Message und auch bei Google Plus oder Twitter war sie nicht. WhatsApp? SMS? Ich wusste es einfach nicht mehr. &#8211;</p>
<p>Das Leben wird immer komplexer. Auf immer mehr Kanälen prasselt immer mehr Information auf uns ein. Unsere Aufmerksamkeit wird ein immer kostbareres Gut. Und dieses Gut wird zwischen immer mehr Anspruchsgruppen aufgeteilt.</p>
<p>Aber Moment mal, wie kann das denn eigentlich sein? Unser Leben verlagert sich ja zunehmend in die digitale Welt, Bildschirme bestimmte mehr und mehr unseren Alltag. Und all die digitalen Gadgets sind doch alles andere als komplex. Das sind bloss binäre Realitäten. 0 oder 1, an oder aus, schwarz oder weiss. So einfach ist das, so einfach ist digital. Die Computer erzeugen all diese verblüffende Vielfalt mit dieser einen, grundlegenden Unterscheidung.</p>
<p>Die Komplexität entsteht erst in unserem Kopf, der nach wie vor analog funktioniert. Und da steckt denn auch das Problem. Die Welt entwickelt sich so schnell weiter, die Evolution kann da nicht mithalten. Evolution braucht Generationen, um sich neuen Bedingungen anzupassen. Und soviel Zeit gibt es im Moment nicht, die Entwicklung läuft viel zu schnell. Es braucht viel schneller Anpassungsmechanismen. Weil wir also nicht auf die Evolution warten können, müssen wir uns selber anpassen, kulturelle Überformung nennt sich das. Unsere Kultur, unser Denken muss binärisiert werden: die Binärisierung des Alltags ist geboten.</p>
<p>Es gibt nur zwei Arten von Menschen auf der Welt: Die, die die Menschheit in zwei Arten einteilen, und die, die das nicht tun. Ich mag es, die Welt zweizuteilen: wichtig und unwichtig, gut und böse, jetzt oder später. Mehr braucht es nicht, das reicht vollauf. Die digitale Welt ist schwarz/weiss, und daraus entsteht ihre grenzenlose Vielfalt. Sparen wir uns die Grautöne für die verbleibenden Nischen der analoge Welt. Ich werde die Freundin aus Deutschland bitten, mir eine Ansichtskarte zu schreiben!</p>
<p style="text-align: center;">Digital, das heisst binär,<br />
Und vereinfacht alles sehr:<br />
Schwarz und Weiss tut&#8217;s nur noch geben,<br />
Grau gibt es nicht mehr im Leben.</p>
<p style="text-align: right;">11/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=606&amp;md5=9c970df6b02e6b23361f1069858ac3b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die (mentale) Geschichte des Fliegens</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 19:40:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer kennt sie nicht: die Gebrüder Wright, Otto Lilienthal oder den berühmten Schneider von Ulm. Pioniere der Luftfahrt, deren Geschichte nach gängiger Vorstellung folgendermassen kurz zusammengefasst werden kann: Zu Beginn des 19. Jh. stürzte der Schneider von Ulm beim Versuch, über die Donau zu Fliegen, unter dem Gespött der Leute in den Fluss ab. 70 [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.philippkeusen.com/?p=931"><img class="alignleft size-medium wp-image-744" title="286365-traffic-" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/06/286365-traffic--300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>Wer kennt sie nicht: die Gebrüder Wright, Otto Lilienthal oder den berühmten Schneider von Ulm. Pioniere der Luftfahrt, deren Geschichte nach gängiger Vorstellung folgendermassen kurz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeug#Geschichte" target="_blank">zusammengefasst</a> werden kann:</p>
<p>Zu Beginn des 19. Jh. stürzte der Schneider von Ulm beim Versuch, über die Donau zu Fliegen, unter dem Gespött der Leute in den Fluss ab. 70 Jahre später brachte Otto Lilienthal einige lächerliche Hopser zustande.</p>
<p>Ende des 19. Jh., hundert Jahre oder vier Generationen nach dem Schneider von Ulm, schafften verschiedene Protagonisten Hüpfer von einigen Metern mit unterschiedlichen Techniken und unterschiedlicher Resonanz in der Bevölkerung. Teilweise gab es Augenzeugen, teilweise wurden die Anstrengungen sogar fotografiert.</p>
<p>Interessant aber ist, dass in dieser Zeit eine umfangreiche Theorie und Literatur zum Thema Flugzeug der Kategorie „schwerer als Luft“ herausbildete. Die Menschen begannen also sukzessive an eine theoretische Möglichkeit zu glauben, dass so etwas wie das Fliegen möglich sein könnte.</p>
<p>Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tipping-Point" target="_blank">Tipping-Point</a> erreicht: Nachdem die Gebrüder Wright 1903 den ersten gesteuerten Motorflug durchgeführt hatten, dauerte es nur bis 1909 um mit einem motorisierten Flugzeug den Ärmelkanal zu überqueren. 1919 schon gelingt der erste Nonstop-Flug über den Atlantik. Und heute überzieht ein dichtes Netzt von Flugstrassen unseren Planeten und das Fliegen ist ein ganz selbstverständlicher Teil unseres täglichen Lebens geworden.</p>
<p>Einerseits ist es erstaunlich, in wie kurzer Zeit der Traum vom Fliegen schliesslich verwirklicht wurde: Es dauerte nur etwa 20 Jahre vom ersten motorisierten Hüpfer bis zum Nonstop-Flug über den Atlantik.</p>
<p>Andererseits ist das absolut verblüffende daran jedoch, wie lange es gedauert hat, denn der Traum des Fliegens ist sehr alt – fast ebenso alt wie die Naturgesetze, die das Fliegen ermöglichen!</p>
<p>Man denke an die griechische Mythologie und die Geschichte von Dädalus und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daidalos#Daidalos_und_Ikaros" target="_blank">Ikarus</a> &#8211; schon damals also träumten die Menschen vom Fliegen. Aber genau solche Überlieferungen und Geschichten sind auch das Problem, denn mit ihnen  wurde im kollektiven Bewusstsein die Idee festgesetzt, dass Fliegen nicht möglich ist und der Versuch dazu die Götter erzürne. Ikarus flog im Übermut zu nahe an die Sonne, seine wächsernen Flügel schmolzen und er stürzte ab.</p>
<p><em>Der kollektive Referenzrahmen sah das Fliegen nicht vor.</em> Es war also immer ein mentales Problem und kein technisches – wenigstens nicht primär! Mit dieser Erkenntnis lässt sich einiges erklären! Man hat beispielsweise 1986 zweifelsfrei nachgewiesen, dass der Flugapparat des Schneiders von Ulm aus dem Jahre 1811 absolut flugtauglich gewesen wäre! Aber die damalige Zeit war nicht bereit dafür, das kollektive Bewusstsein, welches den Referenzrahmen schafft, lehnte die Möglichkeit des Fliegens ab. Darum konnte der Versuch des Schneiders von Ulm nicht gelingen.</p>
<p>Es gab (und gibt!) immer Leute, die nicht so dachten wie alle anderen. Es gab Menschen, die an die Möglichkeit des Fliegens glaubten und daran arbeiteten. Solche Menschen mussten mental stark und eigenständig sein und sich einen eigenen Referenzrahmen schaffen.</p>
<p>Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts schafften es die Gebrüder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heissluftballon#Geschichte" target="_blank">Montgolfier</a>, einen Heissluftballon zu konstruieren. Sie kamen drauf, weil sie beobachtet hatten, dass Rauch aufsteigt. So konnten 1783 stieg der erste bemannte Heissluftballon in den Himmel. Mit dieser Erkenntnis hat sich die Idee des Fliegens Schritt für Schritt im kollektiven Bewusstsein der Menschheit einzunisten begonnen. Der kollektive Referenzrahmen begann sich also langsam zu verschieben.</p>
<p>Es fällt auf, dass sowohl die Montgolfieres als auch die Wrights Brüder waren. Das ist deshalb bezeichnend, weil zwischen Geschwistern oftmals ein sehr enges Verhältnis besteht, welches offenbar in der Lage ist, sich einen eigenen Referenzrahmen zu schaffen.</p>
<p><em>Dieses System der schrittweisen Referenzrahmenverschiebung ist tief in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evolution#Fossile_.C3.9Cberlieferung" target="_blank">Evolution</a> verankert.</em> Denn das Fliegen haben ja nicht erst wir Menschen erfunden, sondern wir haben es von den Fischen gelernt! Das Leben ist im Meer entstanden (vor 4 Mia. Jahren), irgendwann hat sich der erste Fisch (entstanden vor 500 Mio. Jahren) an Land getraut (vor 400 Mio. Jahren) und etwas später auch in die Luft (vor 350 Mio. Jahren).</p>
<p>Der kollektive Referenzrahmen verschiebt sich immer noch weiter: Raumfahrt, bemannte Raumfahrt, Mondlandung, Raumstation, kommerzielle Raumfahrt, Besiedlung des Mondes und so weiter.</p>
<p style="text-align: center;">Technik braucht zum Funktionieren<br />
Menschen die experimentieren.<br />
Überdies, das ist zentral,<br />
Braucht&#8217;s Bereitschaft auch mental!</p>
<p style="text-align: right;">22/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=741&amp;md5=8dd833291942c34a9753f1e0c791a94a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blackout</title>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2012 19:55:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beim Computer nennt man es „blue screen“, wenn er plötzlich bockt und einfach nichts mehr geht. Blue screen kennzeichnet eine bestimmte Kategorie von Fehlermeldungen, die insbesondere (aber nicht nur, leider) von Microsoft Computern angezeigt werden. Dabei wird nach einem kritischen System- oder Programmfehler das System gestoppt. Um Schäden an Betriebssystem und Hardware zu verhindern, wird [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/05/bluescreen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-736" title="bluescreen" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/05/bluescreen-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Beim Computer nennt man es „blue screen“, wenn er plötzlich bockt und einfach nichts mehr geht. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Screen_of_Death" target="_blank">Blue screen</a> kennzeichnet eine bestimmte Kategorie von Fehlermeldungen, die insbesondere (aber nicht nur, leider) von Microsoft Computern angezeigt werden. Dabei wird nach einem kritischen System- oder Programmfehler das System gestoppt. Um Schäden an Betriebssystem und Hardware zu verhindern, wird die Bedienoberfläche des Betriebssystems vollständig durch einen blauen Bildschirm ersetzt, auf dem in weißer Schrift die Fehlerinformationen erscheinen – für einen Laien total unverständlich und sehr ärgerlich.</p>
<p>Ärgerlich auch deshalb, weil das meistens dann passiert, wenn man stundenlang an einem Text gearbeitet hat, ohne ihn gelegentlich zu speichern. Und dann fragt man sich, wie so etwas möglich ist. Seit dem letzten Samstag weiss ich die Antwort – aber ich muss dazu etwas ausholen.</p>
<p>Computer werden von Menschen erdacht, hergestellt und programmiert. Der Begriff der „künstlichen Intelligenz“ zeigt, welches Ziel dabei, bewusst und unbewusst, verfolgt wird: Das Erschaffen einer menschenähnlichen Maschine. Bagger verlängern unsere Arme, Autos ersetzen unsere Beine und Computer vervielfachen die Leistungsfähigkeit unseres Hirns.</p>
<p>Was Menschen machen, wird immer menschlich sein, ein Abbild des Erschaffers. Wenn Ingenieurinnen eine Organisation bilden, dann sieht die völlig anders aus, als eine Organisation von Kindergärtnern.</p>
<p>Wenn Menschen also eine künstliche Intelligenz erschaffen, dann ist dieses mechanische oder elektronische Hirn eben halt auch menschlich – und damit fehlerbehaftet. Natürlich ist irren menschlich, aber der Mensch vererbt diese Eigenschaft weiter an seine Schöpfungen. (und nebenbei gesagt ist, zumindest in einem religiösen Kontext, die Frage interessant, woher der Mensch seinerseits diese Eigenschaft geerbt haben könnte&#8230;?!).</p>
<p>Der Computer hat, so meine Erkenntnis, den blue screen von uns gelernt. Am letzten Samstag habe ich nämlich persönlich die „Mutter des blue screens“ kennen gelernt, das Blackout:</p>
<p>Ich stand auf einer Bühne vor vielen Leuten, ein wichtiger und bedeutungsvoller Anlass. Meine Rede sollte sieben Minuten dauern, aber nach 90 Sekunden war Schluss, wenigstens vorläufig. Ich hatte ein komplettes Blackout und keine Ahnung mehr, was ich als nächstes sagen wollte.</p>
<p>Computerbildschirme werden blau, mir wurde schwarz vor Augen. Computer müssen in dieser Situation neu gestartet werden. Ich hingegen musste ein wenig auf der Bühne hin und her gehen, belämmert drein schauen und hilflos mit den Armen rudern.</p>
<p>Computer sind uns Menschen also ähnlicher, als man denkt. So ähnlich, dass wir sogar von ihnen lernen können: Computer tun nämlich nach dem Neustart so, als sei überhaupt nichts passiert. Ich hingegen hatte Schweissperlen auf der Stirn und einen roten Kopf. Immerhin hat der Mund wieder funktioniert, und ich habe die Rede fertig gehalten.</p>
<p>Meine Erkenntnis: Nie mehr über einen blue screen schimpfen, denn das kann ja jedem mal passieren&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">Du kennst doch das Gefühl genau,<br />
Wenn plötzlich wird dein Bildschirm blau?<br />
Dann denk&#8216;, wenn es dir davor graut,<br />
Du hast das auch, man nennt&#8217;s Blackout.</p>
<p style="text-align: right;">21/52</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=734&amp;md5=9f46237472e7183d47fb9abc553cd05e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lernen 2.0: Ein Exposé</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 11:39:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als älteste Universität gilt die Universität Bologna, „deren Gründungsdatum von ihren eigenen Historikern mit dem Jahr 1088 angegeben wird“ – wie Wikipedia süffisant bemerkt. Das sind über 920 Jahre Geschichte des Lehrens. Und was hat sich in dieser Zeit getan? Nicht viel, muss man sagen. Alle paar hundert Jahre ist eine neue Fakultät dazu gekommen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/05/Wandtafel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-731" title="Wandtafel" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/05/Wandtafel-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Als älteste Universität gilt die Universität Bologna, „deren Gründungsdatum <em>von ihren eigenen Historikern</em> mit dem Jahr 1088 angegeben wird“ – wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Universit%C3%A4t#Mittelalterliche_Universit.C3.A4ten" target="_blank">Wikipedia</a> süffisant bemerkt. Das sind über 920 Jahre Geschichte des Lehrens. Und was hat sich in dieser Zeit getan? Nicht viel, muss man sagen. Alle paar hundert Jahre ist eine neue Fakultät dazu gekommen. Sonst war die Einrichtung der Universität während 900 der vergangenen 920 Jahren beständig und hat allem Wandel getrotzt.</p>
<p>Aber in den letzten 20 Jahren, da ist einiges in Bewegung gekommen. Mit dem Aufkommen des Internets hat ein tiefgreifender Wandel vom Lehren zum Lernen stattgefunden, der auf Webseiten wie <a href="uncollege.org" target="_blank">uncollege.org</a> gipfelt. Uncollege ist eine soziale Bewegung, die davon ausgeht, dass das System der höheren Bildung, eben die Universitäten, unnötig und unzeitgemäss sind. Uncollege propagiert und unterstützt deshalb die selbst gesteuerte höhere Bildung. Hinter Uncollege steht Dale Stephens, ein knapp 20jähriger Unternehmer, der das College abgebrochen hat, weil, wie er <a href="http://edition.cnn.com/2011/OPINION/06/03/stephens.college/index.html" target="_blank">sagt</a>, dort Konformität statt Unabhängigkeit, Wettbewerb statt Kollaboration, Wiederkäuen statt Lernen und Theorie statt Praxis vermittelt und belohnt würden. Anders ausgedrückt wird dort gelehrt, das Lernen hingegen wird systematisch verhindert.</p>
<p>Damit ist Stephens in guter Gesellschaft. Die Liste der College-Abbrecher unter den Silicon-Valley-Grössen ist lang und illuster, Steve Jobs, Mark Zuckerberg und Bill Gates sind nur drei Beispiele unter vielen (vgl. dazu die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_college_dropout_billionaires" target="_blank">List of college dropout billionaires</a>).</p>
<p>Die formalisierte traditionelle Bildung verhindert Kreativität, Innovation und Neugierde &#8211; Eigenschaften, die in unserer gegenwärtigen Welt von zentraler Bedeutung sind. Zu diesem Schluss kommt auch der „IBM-Philosoph“ <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Dueck" target="_blank">Gunter Dueck</a> in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821865504/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3821865504" target="_blank">Professionelle Intelligenz</a>.</p>
<p>Dueck stellt fest, dass der Buchdruck und damit die freie Verfügbarkeit von Büchern zu „Enlightement“ geführt habe, zur Aufklärung im Kant’schen Sinn: Aufklärung als Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Heute hingegen tragen wir das Wissen der ganzen Welt dauernd in der Hosentasche mit uns herum. Damit werde, so Dueck, das einstige Enlightement erweitert zum Empowerment.</p>
<p>Das Internet also als Ermächtiger, welcher das Lernen im individuellen Lern- und Arbeitsstil ermöglicht. Damit einher geht die „Degradierung“ des ehrwürdigen Professors vom „Sage on the stage to the guide on the side“, wie es im Amerikanischen so treffend heisst. Professoren werden im Internetzeitalter also zu Coaches, das weckt natürlich Kritik. Aber, stellt Dueck fest, Medienkritik sei alt, sehr alt, und er zitiert zur Veranschaulichung aus Platons Phaidros-Dialog, wo es um die Erfindung der Schrift geht: „Also nicht ein Mittel zur Kräftigung, sondern zur Stützung des Gedächtnisses hast du gefunden. Und von Weisheit gibst du deinen Lehrlingen einen Schein, nicht die Wahrheit.“</p>
<p>Was ist also so tiefgreifend anders geworden mit dem Internet? Der amerikanische Journalismus- und Kommunikationsprofessor <a href="http://www.douglasthomas.com/" target="_blank">Douglas Thomas</a> führt die neue Kultur des Lernens in seinem gleichnamigen (englischsprachigen) <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1456458884/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1456458884" target="_blank">Buch</a> auf drei Prinzipien zurück: (1) Die alten Lehrformen sind nicht fähig, mit der sich immer rascher verändernden Welt Schritt zu halten. (2) Neue Medienformen vereinfachen peer-to-peer Lernen. (3) Peer-to-peer Lernen wird erweitert durch neue Technologien, welche die kollektive Natur der neuen Medien formen.</p>
<p>Kollaboration ist also der zentrale Begriff sowohl bei Stephens’ Uncollege, bei Duecks Professioneller Intelligenz und auch bei Thomas’ neuer Kultur des Lernens.</p>
<p>In der Möglichkeit des kollaborativen Lernens liegt der grosse Vorteil und die grosse Hoffnung des Internets: Zusammen sind wir stark! Zusammen haben wir mit <a href="http://www.wikipedia.org/" target="_blank">Wikipedia</a> eine globale Enzyklopädie geschaffen. Aber das war erst der Anfang!</p>
<p>Der jungenhaft wirkende Carnegie Mellon Informatikprofessor <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Luis_von_Ahn" target="_blank">Luis von Ahn</a> geht noch einen Schritt weiter, er will das Internet übersetzen. Gratis! Seine Idee ist bestechend: Er kombiniert das Erlernen einer Fremdsprache, das er gratis anbietet, mit dem Übersetzen von Sätzen und Abschnitten von Webseiten. 25 Sprachschüler, die alle den gleichen Abschnitt übersetzen, ersetzen einen professionellen Übersetzer. Das Modell scheint zu funktionieren, die Webseite <a href="http://duolingo.com/" target="_blank">duolingo</a> ist in public beta. Derzeit kann man erst Deutsch und Spanisch lernen, Ausgangssprache ist Englisch.</p>
<p>Die <a href="http://www.pirateuniversity.org/" target="_blank">Pirate University</a> und <a href="http://aaaaarg.org/login" target="_blank">aaaaargh.org</a> übertragen die Idee von file- und music sharing auf wissenschaftliche Papiere.</p>
<p>Wenn solche Ideen greifen, dann sind das ein weiteres Beispiel, wie neben den notorischen und vielzitierten <a href="http://www.khanacademy.org/" target="_blank">Khan Academy</a> oder den <a href="http://ocw.mit.edu/index.htm" target="_blank">MIT open courseware</a> das Internet das Lernen und das Leben tiefgreifend verändert.</p>
<p>Die Fähigkeit des lebenslangen Lernens ist die menschliche Eigenschaft, die uns einzigartig macht auf diesem Planeten. Lernen ist unsere killer app (Dueck). Darum: Durch besseres Lernen zu besseren Menschen zu einem besseren Leben in einer besseren Welt&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">In uns&#8217;rer Zeit, der sehr modernen<br />
Ist&#8217;s einfach, lebenslang zu lernen:<br />
Man macht&#8217;s gemeinsam und vernetzt<br />
Im Internet, und Hier und Jetzt!</p>
<p style="text-align: right;">20/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=729&amp;md5=36478ae1e8386ebad7a2b4e45fe78882" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spiegelein, Spiegelein&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 20:12:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In seinem Buch Fast im Jenseits: Oder warum Gott Frankenstein liest beschreibt David Eagleman mögliche Szenarien, was uns nach dem Tod erwarten könnte. Vor allem ein Szenario, überschrieben mit „Spiegel“, hat mich zum Nachdenken angeregt: Wenn du stirbst, bist du noch nicht tot. Sterben ist ein zweistufiger Prozess. Nachdem du also das erste Mal gestorben [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/02/Spiegel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-578" title="Spiegel" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/02/Spiegel-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>In seinem Buch <a id="static_txt_preview" href="http://www.amazon.de/gp/product/3833306637/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3833306637" target="_blank">Fast im Jenseits: Oder warum Gott Frankenstein liest</a> beschreibt David Eagleman mögliche Szenarien, was uns nach dem Tod erwarten könnte. Vor allem ein Szenario, überschrieben mit „Spiegel“, hat mich zum Nachdenken angeregt:</p>
<p><em>Wenn du stirbst, bist du noch nicht tot. Sterben ist ein zweistufiger Prozess. Nachdem du also das erste Mal gestorben bist, wachst du in einer Art Zwischenreich auf, in dem sich auch alle Menschen versammelt haben, mit denen du je Kontakt hattest im Leben.</em></p>
<p><em>Jeder Mensch hat viele Facetten. Auch du. Da du jedoch immer in deinem Kopf lebtest, fiel es dir leichter, die Wahrheit über andere Menschen zu sehen als über dich selber. So warst du gezwungen, dein Leben mit Hilfe anderer Menschen zu leben, die Spiegel für dich hochhielten. Manchmal hast du diese Spiegel ignoriert, sie für falsch gehalten und dich nicht danach gerichtet. Du hast deshalb gewisse Spiegelungen anderer Menschen über dich ausgefiltert. Andere wiederum hast Du angenommen und Dich danach gerichtet. Zusammengenommen bleibt aber die Erkenntnis, dass sich der grösste Teil deines Lebens in den Köpfen anderer Menschen abgespielt hat.</em></p>
<p><em>Im Zwischenreich, in dem du nach dem ersten Sterben angekommen bist, werden nun diese Fragmente von dir selbst, die auf all diese Köpfe verteilt sind, gesammelt, zusammengetragen und zusammengesetzt. Ohne deinen eigenen Filter siehst du dich das erste Mal klar, ungefiltert. Du siehst zum ersten Mal die Wahrheit über dich. Und das erst tötet dich endgültig.</em></p>
<p>Diese Idee, die Eagleman hier skizziert, ist faszinierend. Sie zeichnet ein Bild von uns, das unserem gängigen Verständnis zuwider läuft. Wohl sind wir uns bewusst, dass andere Menschen ein Bild von uns haben. Hat jedoch jemand ein Bild von uns, das nicht unserem Selbstbild entspricht, neigen wir zur Annahme, dass das daher rühre, dass der andere uns nicht richtig kenne. Würde er uns nur wirklich kennen, so denken wir, so müsste er sein Bild von uns anpassen. Wir gehen also davon aus, dass nur wir selber uns wirklich kennen, da nur wir selber alle Facetten von uns wahrnehmen können. Diese Vorstellung scheint uns intuitiv richtig zu sein, obwohl wir uns immer nur aus der gleichen, einzig möglichen Perspektive wahrnehmen. &#8211;</p>
<p>Demgegenüber besteht eine wirkungsvolle und relativ bekannte Problemlösetechnik darin, die Perspektive zu wechseln, das Problem aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen. Wenn man sich in eine andere Person versetzt und sein Problem aus deren Blickwinkel betrachtet, dann kann das helfen, klarer zu sehen, neue Zusammenhänge wahrzunehmen und dadurch das Problem schliesslich lösen zu können. Auch das scheint intuitiv richtig zu sein.</p>
<p>Es gibt hier also einen kleinen Widerspruch: Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass ein Perspektivenwechsel zu mehr Klarheit führt, uns also der Wahrheit näher bringt. Diesen Schritt jedoch sind wir nur in bestimmten Situation bereit zu machen, eben dann, wenn wir vor einem für uns unlösbaren Problem stehen.</p>
<p>Diesen Widerspruch kann man nur dann aufheben, wenn man anerkennt, dass andere häufig besser sehen als man das selber tut. Wenn es um uns selber geht, kann man die Perspektive nicht wechseln. Wir sind in unserem Kopf drin (so zumindest die Wahrnehmung in der westlichen Welt) und von dort aus nehmen wir alles uns Betreffende wahr.</p>
<p>Zwar anerkennen wir, dass andere Leute ein anderes Bild von uns haben könnten, behalten uns die Wertung über diese Fremdbilder jedoch entschieden selber vor. Und genau an diesem Punkt könnten wir irren. Ein faszinierender Gedanke jedenfalls!</p>
<p style="text-align: center;">Man nimmt sich selber, das ist klar,<br />
Sehr eingeschränkt nur immer wahr.<br />
Doch andere sehen viele Seiten,<br />
Drum hör auf sie doch schon bei Zeiten.</p>
<p style="text-align: right;">8/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=576&amp;md5=2cde912415d7518242a6c978088522d7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>analoge Metatags</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 20:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ding]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Verbesserung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Buch ist ein Informationsspeicher. Die Information wartet, als Buchstaben gedruckt, zu Sätzen, Abschnitten und Kapiteln gefügt darauf, vom Leser aufgenommen zu werden. Darin besteht der Sinn gedruckter Texte. Sie enthalten aber noch mehr Information, nämlich sogenannte Metainformation. Das sind beispielsweise die ISBN-Nummer, das Erscheinungsjahr und der Erscheinungsort, die Auflage, der Verlag, etc. Alle diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/altes-Buch.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-509" title="altes Buch" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/altes-Buch-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Ein Buch ist ein Informationsspeicher. Die Information wartet, als Buchstaben gedruckt, zu Sätzen, Abschnitten und Kapiteln gefügt darauf, vom Leser aufgenommen zu werden. Darin besteht der Sinn gedruckter Texte. Sie enthalten aber noch mehr Information, nämlich sogenannte Metainformation. Das sind beispielsweise die ISBN-Nummer, das Erscheinungsjahr und der Erscheinungsort, die Auflage, der Verlag, etc. Alle diese Metainformationen sind dem Buch in der Regel auf den ersten Seiten beigefügt. Soweit unterscheidet sich ein gedrucktes Buch nicht von einem elektronischen Buch. Auch einem eBook sind Metainformationen beigegeben über Erscheinungszeitpunkt, Ort, Autor, etc.</p>
<p>Bei Fotografien ist die reine Bildinformation (das was auf dem Bild drauf ist) bei analogen und digitalen Bildern vergleichbar. Im Gegensatz zur ausgedruckten Fotografie enthalten jedoch digitale Bilder viel mehr Metainformation. Nicht nur Entstehungszeitpunkt, häufig auf die Sekunde genau, sondern auch der Entstehungsort wird mittels GPS-Tag beigefügt. Weitere Tags wie verwendete Software und Hardware, sogar die Software- und Hardware-Einstellungen können der Bilddatei als Zusatzinformation beigefügt werden. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.</p>
<p>Die digitale Fotografie hat der analogen mittlerweile den Rang abgelaufen. Dies vor allem deshalb, weil die Vorteile digitaler Fotografie offensichtlich sind. Fotografieren mit digitalen Kameras ist einfacher und unmittelbarer. Einfacher, weil man dank Mobiltelefonen in der Regel immer eine Kamera dabei hat, die man ohne grosses Vorwissen bedienen kann. Und unmittelbarer, weil man nicht zuerst den Film entwickeln lassen muss, bis man die Fotos sieht. Aber auch die Metainformationen sind ein entscheidender Vorteil, weil sie ein anderes Erleben der Bilder ermöglichen.</p>
<p>Bei Büchern sind die Unterschiede von der gedruckten zur elektronischen Version nicht ganz so offensichtlich. Zumindest auf den ersten Blick nicht. Die Handhabung eines elektronischen und eines gedruckten Buch sind zwar unterschiedlich, Vorteile und Nachteile halten sich wohl die Waage. Die beigefügten Metainformationen sind vergleichbar – aber nur auf den ersten Blick. Titel, Autor, Erscheinungsort und –jahr, das kennen beiden Formen.</p>
<p>Auf den zweiten Blick aber zeigen sich wesentliche Unterschiede: Beim elektronischen Buch, wie bei allen elektronischen Texten, kann auch die Information als Metainformation genutzt werden. Dieser unschätzbare Vorteil bedeutet, dass ich einen elektronischen Text nach Wortfolgen durchsuchen kann. Bei Word- oder pdf-Texten sowie auf Webseiten macht man das normalerweise mit der Tastenkombination Ctrl + F. Das können gedruckte Texte nur sehr eingeschränkt bieten mit Stichwortregistern. Diese sind auf die wesentlichen Stichworte reduziert und Wortkombinationen sind selten, sonst würde das Stichwortregister den eigentlichen Text umfangmässig um ein Vielfaches übertreffen.</p>
<p>Auf der anderen Seite verfügen aber auch gedruckte Texte über Metainformation, welche ein elektronischer Text nicht hergibt. Ich rede vom „Zerlesungsfaktor“ eines Buches. Bücher, die oft zur Hand genommen werden, entwickeln eine „Patina“, bestehend aus Eselohren, einem geknickten Rücken, vielleicht vergilbten Seiten und weiteren Gebrauchsspuren. Ein zerlesenes Buch fällt auf den ersten Blick auf.</p>
<p>Vergleichbar ist das mit Fotos: Die Fotografie von der Liebsten, die im Geldbeutel mitgetragen wird, bekommt durch die Gebrauchsspuren Metainformationen mit, die eine starke gefühlsmässige Bindung erzeugen. Das Bild wird emotional immer wertvoller. Das kann ein digitales Bild, das im Album des Mobiltelefones aufbewahrt wird und auf jedes neue Gerät als erstes drauf kopiert wird, nicht bieten. Auch Schallplatten, Kassetten und auch CD’s erhalten durch den physischen Gebrauch mit den Jahren Metainformationen, die uns emotional an die Gegenstände binden.</p>
<p>Diese Art der Metainformation ist nicht quantifizierbar. Man kann sie nicht in Zahlen  ausdrücken wie ein Erstellungszeitpunkt (auf die Sekunde genau), ein Entstehungsort (mit GPS auf 5m genau), die exakte Anzahl Zeichen (mit oder ohne Leerschläge), die exakte Dauer des Liedes (wahlweise schon gespielte oder verbleibende Dauer).</p>
<p>Elektronischen Dateien fehlen solche <em>nicht quantifizierbaren Metainformationen</em>, die ich <em><strong>analoge Metatags</strong></em><span style="line-height: 24px;"> nenne</span>. Das erschwert eine emotionale Bindung mit elektronischen, also virtuellen Objekten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass künftige Benutzeroberflächen auch analoge Metatags enthalten, ein einfaches Beispiel könnten langsam verblassende Icons von Dateien sein. Damit würde eine emotionale Bindung nicht nur zu den Geräten, sondern auch direkt zu den darauf gespeicherten (bzw. via sie aus der Cloud zugänglichen) Daten ermöglicht.</p>
<p style="text-align: center;">Ein Buch ist mehr als seine Worte,<br />
Enthält auch Infos andrer Sorte:<br />
Denn hat man es einmal verloren,<br />
Vermisst man bloß die Eselohren.</p>
<p style="text-align: right;">(2/52)</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=508&amp;md5=e2cfb12b4a41d804d673071793fdd253" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verführung</title>
		<link>http://blog.markdot.com/verfuhrung/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 19:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Liste]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Trickkiste des Verführers1 mit den Anmerkungen eines (auch durch die Presse) manchmal Verführten2. 1. Lass dir einen Dreitagebart stehen. Männer mit Bart werden generell als dominant und männlich engeschätzt und als bessere Liebespartner. Als bessere Liebespartner? Auf jeden Fall als kratzigere. Und falls der Dreitagebart nicht zum Rest des Mannes passt, dann ist [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/03/Trickkiste-des-Verführers-NZZaS-20-3-11-p79.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-343" title="aus NZZ/Sonntag, 20-3-11, p. 79" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/03/Trickkiste-des-Verführers-NZZaS-20-3-11-p79-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Aus der Trickkiste des Verführers<sup class='footnote'><a href='#fn-342-1' id='fnref-342-1' onclick='return fdfootnote_show(342)'>1</a></sup> mit den Anmerkungen eines (auch durch die Presse) manchmal Verführten<sup class='footnote'><a href='#fn-342-2' id='fnref-342-2' onclick='return fdfootnote_show(342)'>2</a></sup>.</p>
<address style="padding-left: 30px;">1. Lass dir einen Dreitagebart stehen. Männer mit Bart werden generell als dominant und männlich engeschätzt und als bessere Liebespartner.</address>
<address> </address>
<p>Als bessere Liebespartner? Auf jeden Fall als kratzigere. Und falls der Dreitagebart nicht zum Rest des Mannes passt, dann ist er sehr schnell entlarvt und kann seine mögliche Eignung als &#8222;besserer Liebespartner&#8220; gar nicht unter Beweis stellen. Immerhin ein Tipp, der einem 10 Minuten mehr Schlaf ermöglicht&#8230;</p>
<address style="padding-left: 30px;">2. Steh in der Disco niemals alleine in der Ecke und schau in den Raum. Wenn Du das 10 Minuten lang tust, haben dich schon alle Anwesenden als uncoolen Einzelgänger wahrgenommen.</address>
<address style="padding-left: 30px;"> </address>
<p>Kommt drauf an, wie man schaut. Man könnte auch als potentieller Serienkiller, als Soziopath oder als Betrunkener wahrgenommen werden. Und ob es besser ist, wie die Biene von Blüte zu Blüte zu hüpfen, sei mal dahingestellt. Lieber einer, der mit sich selber im Reinen ist und sich auch mal zehn Minuten ohne Ablenkung erträgt als einer, der auf der Flucht vor sich selber jeden anquasselt und volllabert.</p>
<address style="padding-left: 30px;">3. Lächle, egal was du sagst. So wirst du als attraktiver eingestuft. Was wir sagen scheint weniger von Bedeutung zu sein als die Art und Weise, wie wir es sagen.</address>
<p>Das hat die Kommunikationspsychologie schon lange festgestellt &#8211; was wir sagen ist viel weniger wichtig, als wie wir es sagen. Je nach Quelle beträgt der nonverbale Anteil der Kommunikation bis zu 90%! Und lächeln hilft meistens!</p>
<address style="padding-left: 30px;">4. Widersprich zuerst und stimme später zu. Menschen werden von jenen Leuten angezogen, die sich im Verlauf einer Verabredung immer begeisterter zeigen.</address>
<p>Auch das ist psychologisch begründbar und macht Sinn. Ob man ein langsames Begeisterter-Werden spielen kann, ist fraglich. Schwierig wird es spätenstens dann, wenn man überhaupt nicht begeistert ist, von dem, was das Gegenüber zum Besten gibt.</p>
<address style="padding-left: 30px;">5. Zeige Tapferkeit. Erwähne deine Liebe zum Fallschirmspringen, die Notwendigkeit für eine gerechte Sache einzutreten oder dem Ruf des Herzens zu folgen.</address>
<p>Fallschirmkurse gibt es zum Beispiel im <a href="http://www.fallschirmschule.ch/fallschirmkurse.php" target="_blank">Sittertal</a>. Wem das zuviel Aufwand ist, hier zwei gute Möglichkeiten, sich für eine gute Sache einzusetzen:</p>
<pre><span style="font-size: 16px; font-style: italic; font-family: Georgia, 'Bitstream Charter', serif; line-height: 24px;"><a href="http://www.kiva.org/" target="_blank">Kiva</a> - loans that change lives</span>
<span style="font-size: 16px; font-style: italic; font-family: Georgia, 'Bitstream Charter', serif; line-height: 24px;"><a href="http://www.kickstarter.com/" target="_blank">Kickstarter</a> - a new way to fund &amp; follow creativity</span></pre>
<address style="padding-left: 30px;">6. Wenn du ein besonders toller Hecht bist, stelle dein Licht ein wenig unter den Scheffel. Oft wählen Frauen nicht die Männer mit den steilsten Karrieren, sondern diejenigen aus dem Mittelfeld.</address>
<p>Diese Auskunft richtet sich nur an notorische Angeber. Denn wer bitte steht schon auf Mittelmass?!</p>
<address style="padding-left: 30px;">7. Bleibe in der Disco bis kurz vor Torschluss. Je länger die Frauen brauchen, um einen Mann zu finden, desto tiefer sinken die Ansprüche.</address>
<p>In gewissen Kreisen nennt man das etwas vulgär &#8222;Reste fi**en&#8220;. Ein Tipp also, den man auf keinen Fall beherzigen sollte! Nie bis zum Schluss bleiben, das ist mein Tipp. Und mit dieser Liste hätte man entsprechend verfahren sollen &#8211; und sie nicht bis zum Schluss lesen. Sechs Punkte reichen vollauf.</p>
<p>Alles in allem aber trotzdem durchaus brauchbare Ansätze, die ich mit den erwähnten Modifikationen als nachahmenswert weiter empfehlen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-342'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-342-1'>Martin Helg hat in der NZZ am Sonntag vom 20. März 2011, S. 79 in die Trickkiste des Verführers Maximilain Pütz geschaut und die folgende Liste zusammengestellt. Ich habe mir erlaubt, diese Liste mit eigenen Anmerkungen zu versehen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-342-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-342-2'>&#8230;und dies durchaus manchmal auch Geniessenden <img src="http://blog.markdot.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" class="wp-smiley" /> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-342-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=342&amp;md5=50e869f7e67a569516355e6bfb360387" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum eigentlich &#8222;Markdot&#8220; und warum der Blog?</title>
		<link>http://blog.markdot.com/warum-eigentlich-markdot-und-warum-der-blog/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 21:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Geboren wurde er im Jahre 19.. als Markus. Da zu Beginn seines Lebens die meisten Leute per Du warenmit ihm, entfiel der Nachname im Alltag praktisch von Anfang an. Seine Eltern mussten zudem bald feststellen, dass sie mit der Wahl des Vornamens etwas optimistisch waren: Die Endung –us kennzeichnet ja traditionellerweise einen Heiligen – und das war [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/01/Markdot1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-238" title="Markdot" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/01/Markdot1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Geboren wurde er im Jahre 19.. als <em>Markus</em>. Da zu Beginn seines Lebens die meisten Leute per Du warenmit ihm, entfiel der Nachname im Alltag praktisch von Anfang an. Seine Eltern mussten zudem bald feststellen, dass sie mit der Wahl des Vornamens etwas optimistisch waren: Die Endung –us kennzeichnet ja traditionellerweise einen Heiligen – und das war Markus nicht. Es ist nicht genau überliefert, aber man kann davon ausgehen, dass deshalb schon seine Kindergärtnerin seinen Namen bald auf <em>Mark </em>(scharf intoniert, ungeduldig hervorgepresst oder verzweifelt geschrien) verkürzte.</p>
<p>Nach der Matura begann er zu studieren.  In dieser Zeit sah er sich mit einem neuen Problem konfrontiert: Es stellte sich heraus, dass die Namen Markus, Marco, Mark, Marc in seinen Jahrgängen überdurchschnittlich stark vertreten waren. Da er stets bestrebt war, sich von der Masse abzuheben, begegnete er dieser statistischen Ungerechtigkeit damit, dass er den durch das Rechtsstudium antrainierten Hang zur Exaktheit auch auf seinen Namen anwendete: Mark wart ja in seinem Falle eigentlich eine Abkürzung von Markus. Und Abkürzungen kennzeichnet man mit einem „.“ am Ende.  Also nannte er sich fortan <em>&#8222;Mark.&#8220;</em> &#8211; oder <em>Markpunkt</em>.</p>
<p>Um die Jahrtausendwende, also zu Zeiten des Dot-Com-Booms wechselte er in die Telekommunikationsbranche. Er beschäftigte sich dort nicht nur mit den Segnungen des Internets, sondern passte auch seinen Namen den neuen Gegebenheiten an. Aus Markpunkt wurde in der Internetwelt nämlich bald folgerichtig und zeitgemäss <em>Markdot</em>.</p>
<p>Damit war er wieder dabei und genoss das Internet, oder eben die „Cloud“, Wolke, wie man es damals zu nennen begann. Irgendwann begann er in dieser Cloud den Mittelpunkt zu vermissen &#8211; den Mittelpunkt, in dem er so gerne stand. Es erstaunt deshalb nicht, dass er an einer Hochschule eine Stelle als Dozent annahm. Dort konnte er lang und breit dozieren – und das gab ihm diesen Mittelpunkt zurück.</p>
<p>Die Kehrseite war, dass die Studierenden ihn wieder beim Nachnamen nannten – was er als argen Rückschritt in seiner Namensbiographie empfand. Um an seinen Markdot-Erfolg anzuknüpfen, reservierte er sich deshalb die Internetadresse Markdot.com und begann mehr oder weniger eifrig, einen Blog zu schreiben zum Thema: Ideen, die das Leben  besser machen.<sup class='footnote'><a href='#fn-222-1' id='fnref-222-1' onclick='return fdfootnote_show(222)'>1</a></sup></p>
<p>Das erklärt vielleicht nicht alles, aber es zeigt den Werdegang zweier vernetzter Ideen: der Idee des Namens und der Idee dieses Blogs. Und die Frage, wie das die Welt besser macht kannst Du, LeserIn, selber beantworten: Wie fühlst Du Dich denn jetzt, nach Lektüre von diesem Post? -Besser! -Siehst Du?!  <img src="http://blog.markdot.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" class="wp-smiley" /></p>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-222'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-222-1'>dazu mehr unter <a href="http://blog.markdot.com/about-2/">About</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-222-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=222&amp;md5=d2e2b942e1f8b1385883b4007b6e16f5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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