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	<title>Mark. Alder &#187; Mode</title>
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	<description>Reden - und über&#039;s Reden reden</description>
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		<title>Mehr Flower Power fürs Copyright</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 16:29:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich einen heissen Sommertag vor. Soeben ist ein Gewitter vorbei gezogen, jetzt scheint die Sonne wieder mit aller Kraft und die Erde dampft. Sie gehen über eine Wiese und nehmen den intensiven Duft wahr. Können Sie die Blumen riechen? &#8211; In solchen Momenten kommt mir immer mein Dusch-Gel in den Sinn und die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Blumenwiesenduschgel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-497" title="Blumenwiesenduschgel" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Blumenwiesenduschgel-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a>Stellen Sie sich einen heissen Sommertag vor. Soeben ist ein Gewitter vorbei gezogen, jetzt scheint die Sonne wieder mit aller Kraft und die Erde dampft. Sie gehen über eine Wiese und nehmen den intensiven Duft wahr. Können Sie die Blumen riechen? &#8211; In solchen Momenten kommt mir immer mein Dusch-Gel in den Sinn und die Frage drängt sich auf: Riecht die Wiese nach Dusch-Gel oder riecht das Dusch-Gel nach Blumenwiese?</p>
<p>Ok, vielleicht bin ich der einzige, der auf einer Blumenwiese an Dusch-Gel denkt. Aber es gibt andere Bereiche als die Düfte, in denen man die Kopie wahrhaftig nicht mehr vom Original unterscheiden kann. Ich rede – natürlich – von digitalen Daten, vom <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IeTybKL1pM4" target="_blank">digitalen Kopieren</a>.</p>
<p>Kopiert wird aber nicht erst, seit es digitale Medien gibt. Kopiert wurde schon immer: Ein mittelalterlicher Mönch konnte innerhalb eines Jahres eine Bibel kopieren (abschreiben), nach Erfindung der Druckerpressen im 15. Jh. gab es Druckerprivilegien, die regelten, wer kopieren (drucken) durfte. Und in den 1970er und 1980er Jahren haben wir die Radio-Hitparade auf Kassetten aufgenommen und die Machwerke dann auf dem Schulhof ausgetauscht oder verschenkt.</p>
<p>Der Begriff der Kopie hat sich aber auch gewandelt: abgeschriebene Bibeln waren inhaltlich fehlerhaft, die Tonqualität von Kassetten hat von Kopie zu Kopie abgenommen. Abgesehen vom Dusch-Gel, das wohl besser riecht als die originale Blumenwiese, war es so, dass Kopien gegenüber dem Original minderwertig waren.</p>
<p>Bei digitalen Daten jedoch, wie Mp3-Musikdateien, Youtube-Filme oder pdf-Texten sind die Kopien vom Original nicht zu unterscheiden. Man kann in unserem digitalen Zeitalter ohne Schaden und fast ohne Kosten absolute identische Kopien herstellen. Kopierverbote sind deshalb nur schwer durchsetzbar, weil niemand versteht, warum das verboten sein sollte. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er sucht und braucht den Austausch mit anderen Menschen, und er hat einen natürlichen Drang zum Teilen und zum Mitteilen. Kopieren ist also letztlich ein sozialer Akt.</p>
<p>Heutzutage ist es einfacher denn je, digitale Daten zu kopieren und beispielsweise auf sozialen Netzwerken auszutauschen. Es ist einfacher denn je, andere an seiner Freude teilhaben zu lassen. Das kann und darf nicht unterbunden werden!</p>
<p>Es braucht also dringend neue Ideen, wie wir im digitalen Zeitalter mit Kopien umgehen sollen. Die geltenden gesetzlichen Regelungen wirken im Zeitalter von mp3 und Facebook geradezu unmenschlich. Ideengeber könnte zum Beispiel das Dusch-Gel sein und dessen Original, die Blumenwiese. In diesem Sinne plädiere ich für mehr Flower-Power im gesetzgeberischen Umgang mit digitalen Kopien.</p>
<p style="text-align: right;">(1/52)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=493&amp;md5=5b35d67a1e42daecafe705f5cb8732dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Monotonisierung der Welt</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 13:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[„Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahre, trotz aller einzelnen Beglückungen: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in  den äusseren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema.“ „Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinandergeschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr Städte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahre, trotz aller einzelnen Beglückungen: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in  den äusseren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema.“</address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinandergeschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr Städte einander äusserlich ähnlich.“</address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-family: Georgia, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif; line-height: 19px; white-space: normal; font-size: 13px;">Diese Zitate stammen aus dem Aufsatz <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518014935?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518014935">Die Monotonisierung der Welt</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=idomethod-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518014935" border="0" alt="" width="1" height="1" /> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Zweig" target="_blank">Stefan Zweig</a>. Wer hat das nicht schon selber erlebt: Wo immer man hinkommt, Starbucks, McDonalds, H&amp;M, Nike, Coca Cola waren schon vor uns da. Und der Schluss ist naheliegend, dass sich diese äussere Monotonie auch nach innen wenden muss. Weil die Menschheit zunehmend gleichgeschaltet ist durch TV und Internet liegt es nahe, dass auch eine „Gleichartigkeit der Seelen“ entsteht. Zweig führt das vor allem darauf zurück, dass alle Welt zur gleichen Musik tanzt und den gleichen Sport treibt. Alles Individuelle werde zertanzt und zersportet. Dass sich die Körper immer ähnlicher werden, weil alle an den gleichen Fitnessgeräten die gleichen Muskeln trainieren, kann jeder selber beobachten (<a href="http://www.google.com/images?hl=en&amp;newwindow=1&amp;biw=1173&amp;bih=778&amp;tbs=isch:1&amp;sa=1&amp;q=sixpack&amp;aq=0&amp;aqi=g4g-s1g2g-s1g2&amp;aql=&amp;oq=sixp" target="_blank">Beispiel</a>).</span></p>
<p>Als Grund für diese Verflachung ortet Zweig eine Kraft, die nicht zu überwältigen sei:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Denn sie alle erfüllen das höchste Ideal des Durchschnittes: Vergnügen zu bieten, ohne Anstrengung zu fordern. … Wenn die Menschheit sich jetzt zunehmend verlangweiligt und monotonisiert, so geschieht ihr eigentlich nichts anderes, als was sie im Innersten will.“</address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/01/sail.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-258" title="sail" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/01/sail-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Wer nickt zu solchen Worten nicht innerlich und streckt seinen Zeigefinger in Gedanken schon aus, um auf all die anderen zu zeigen…</p>
<p>Was irritierend ist, ist die Tatsache, dass Zweig diesen so aktuell scheinenden Aufsatz schon 1925 geschrieben hat, vor bald 100 Jahren also. Das lässt zwei mögliche Schlüsse zu: Entweder ist die Monotonisierung der Welt etwas, was vor 100 Jahren ihren Anfang genommen hat und sich seither zunehmend verschlimmert und zugespitzt hat. Oder die Klage über die Monotonisierung der Welt vergleichbar mit derjenigen über die Jugend, die ja angeblich immer schlimmer wird. Wenn letzteres nämlich zuträfe, dann würde heute niemand mehr Kinder in die Welt setzen: Die Verrohung der Jugend nahm nämlich nicht erst vor 100 Jahren ihren Anfang. Nein,  die Griechen hatten offenbar schon vor 2‘500 Jahren damit zu kämpfen, wie folgendes Zitat von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates" target="_blank">Sokrates</a> belegt<sup class='footnote'><a href='#fn-242-1' id='fnref-242-1' onclick='return fdfootnote_show(242)'>1</a></sup>:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“</address>
<address style="padding-left: 90px; text-align: right;"></address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Kurzum, ich denke, dass die Klage über die Monotonisierung der Welt keine Tatsache ist, sondern dass es sich dabei um ein Problem der Wahrnehmung handelt. So wie sich offenbar bei allen Menschen die Wahrnehmung auf dem Weg vom jugendlichen ins Erwachsenenalter verschiebt, so ist auch unsere Wahrnehmung anderer Kulturen verzerrt.</p>
<p>So wie schwangere Frauen plötzlich überall andere Schwangere sehen und Männer mit Haarausfall schlagartig von Glatzköpfen umgeben scheinen, so sehen wir in fremden Städten auch zuerst das bekannte. So ist unsere Wahrnehmung eingestellt, wir sind trainiert darauf, Muster zu sehen.</p>
<p>Eingedenk dieser Tatsache finde ich Zweigs Vorschlag zur Rettung vor der Monotonisierung sehr befolgungswürdig:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Flucht, Flucht in uns selbst. Man kann nicht das individuelle in der Welt retten, man kann nur das Individuum verteidigen in sich selbst.“</address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Wenn wir also das nächste Mal vor der Frage stehen, ob wir das neueste Gadget wirklich anschaffen, den letzten Modeschrei tragen oder unsere Ferien in der angesagtesten Destination verbringen sollen, dann hält Zweig einen ganz handfesten Rat bereit, der aktueller ist denn je:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">Nicht hochmütig wegsehen, nicht frech sich weghalten, sondern zusehen, zu erkennen suchen und dann wissend ablehnen, was uns nicht zugehört, und wissend erhalten, was uns notwendig erscheint.“</address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-242'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-242-1'>andere Quellen übersetzten dieses Zitat aus Platons Dialog &#8222;Der Staat&#8220; anders, beispielsweise so: Der Lehrer fürchtet und hätschelt seine Schüler, die Schüler fahren den Lehrern über die Nase und so auch ihren Erziehern. Und überhaupt spielen die jungen Leute die Rolle der alten und wetteifern mit ihnen in Wort und Tat, während Männer mit grauen Köpfen sich in die Gesellschaft der jungen Burschen herbeilassen <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-242-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=242&amp;md5=190b18d9e4659b2f1b900d608e12410a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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