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	<title>Mark. Alder &#187; Wirklichkeit</title>
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		<title>Mark. Alder</title>
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	<itunes:author>Mark. Alder</itunes:author>
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		<title>Ueli Steck: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 21:53:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Eigernordwand ist 1&#8217;650 Meter hoch. Wenn Ueli Steck beim letzten Griff daneben greift, ist er 18 Sekunden später wieder dort, wo er 2 Stunden und 47 Minuten vorher angefangen hat. Aber solche Gedanken kennt Ueli Steck nicht. Der Profibergsteiger und -kletterer weiss, was er kann. Er ist ein Meister seines Fachs. Sein zweiter und bis [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/07/Eiger.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-871" title="Eiger" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/07/Eiger-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Die Eigernordwand ist 1&#8217;650 Meter hoch. Wenn <a href="http://www.uelisteck.ch/" target="_blank">Ueli Steck</a> beim letzten Griff daneben greift, ist er 18 Sekunden später wieder dort, wo er 2 Stunden und 47 Minuten vorher angefangen hat. Aber solche Gedanken kennt Ueli Steck nicht. Der Profibergsteiger und -kletterer weiss, was er kann. Er ist ein Meister seines Fachs.</p>
<p>Sein zweiter und bis heute gültiger Speed Rekord in der Eigernordwand 2008 ist minutiös vorbereitet: Achtzehnjährig durchklettert er die Wand zum ersten Mal und mehr als 20 weitere Male bis zum ersten Rekordversuch 2007. Da er weiss, dass er die erzielten 3 Stunden und 54 Minuten unterbieten kann, übt er weiter: Er trainiert Ausdauer und geht immer wieder in die Wand um die Stellen zu untersuchen, die ihn Zeit gekostet hatten. Er studiert neue Bewegungsabläufe ein, die ohne Seilsicherung möglich sind. Das ist harte, intensive Arbeit, aber Übung macht den Meister. Dank dieser Übung sieht seine Kletterei dermassen leicht und einfach aus (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=2Vx7GKAUDC0&amp;feature=related" target="_blank">Video</a>) und lässt die jahrelange Vorbereitung vergessen.</p>
<p>Aber auch der Speed Rekord am Eiger war bloss eine Übung. Denn dieses Jahr hat Ueli Steck den Himalaya in Rekordzeit und ohne Sauerstoff bezwungen.</p>
<p>Ueli Steck ist ein Meister und überlegt sich nicht, was wäre, wenn er daneben treten würde. Er zeigt uns die zweite und gerne vergessene Bedeutung des Sprichworts: Ein Meister fällt nicht vom Himmel!</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=865&amp;md5=c71325ef1143acb4e7a17136f1569183" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8218;wahre&#8216; Bedeutung des Higgs Bosons</title>
		<link>http://blog.markdot.com/die-wahre-bedeutung-des-higgs-bosons/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2012 10:29:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Richtig oder falsch, wahr oder gelogen, schön oder hässlich &#8211; vielen Leuten fällt es leicht, zu urteilen: weisse Socken sind hässlich, dass jetzt Winter ist, ist falsch und im Straßenverkehr kreuzt man sich richtigerweise rechts. Allerdings passen weisse Socken beim Tennis, ist es in Australien jetzt Winter und Autos kreuzen sich ebendort links. Vermeintliche Gewissheiten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.philippkeusen.com/?p=1178"><img class="alignleft  wp-image-846" title="TauTropfen" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/06/TauTropfen-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Richtig oder falsch, wahr oder gelogen, schön oder hässlich &#8211; vielen Leuten fällt es leicht, zu urteilen: weisse Socken sind hässlich, dass jetzt Winter ist, ist falsch und im Straßenverkehr kreuzt man sich richtigerweise rechts. Allerdings passen weisse Socken beim Tennis, ist es in Australien jetzt Winter und Autos kreuzen sich ebendort links. Vermeintliche Gewissheiten werden also je nach Kontext plötzlich ins Gegenteil verkehrt. Was richtig, wahr oder schön etc. ist, kann nicht absolut formuliert werden, sondern immer nur in Abhängigkeit vom Kontext. Entsprechend handelt es sich um blosse Konventionen. Und Konventionen kann man anpassen.</p>
<p>Die genannten Beispiele sind natürlich vergleichsweise trivial. Wie aber sieht es mit den grossen Wahrheiten aus, mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Life,_the_Universe_and_Everything" target="_blank">life, the universe and everything</a>? Wenn der Sinn des Lebens klar definierbar wäre, bräuchte es weder verschiedene Religionen noch würde deswegen Krieg ausbrechen. Wenn die Vergangenheit und die Zukunft des Universums zweifellos bekannt wären, bräuchte es weder Physiker noch physikalische Theorien.</p>
<p>Es gibt aber keine absoluten Werte, alles ist verhandelbar, dynamisch und einem stetigen Wechsel unterworfen. Alles ist abhängig vom Kontext, auch unsere eigene Meinung. Mehr als Konventionen gibt es nicht. Wäre das anders, dann wäre das Leben sehr langweilig.</p>
<p>Das ist schwer zu akzeptieren, denn wir wollen Gewissheit und streben nach der letzten Wahrheit: In der Religion nach einem allwissenden Gott und in der Physik nach einer letzten Formel, die alle Theorien zusammen bringt &#8211; oder wenigstens nach dem <a href="http://www.zeit.de/2008/37/P-Peter-Higgs" target="_blank">Higgs-Boson</a>.</p>
<p>Nach diesem winzigen Teilchen wurde im milliardenteuren, hochkomplexen Teilchenbeschleuniger am <a href="http://public.web.cern.ch/public/" target="_blank">CERN</a> in Genf <a href="https://www.google.ch/search?sugexp=chrome,mod%3D6&amp;sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8&amp;q=higgs+boson&amp;sesinv=1#q=higgs+boson&amp;hl=de&amp;prmd=imvnsu&amp;source=lnms&amp;tbm=nws&amp;sa=X&amp;ei=yh7zT6qnLojltQazpJm-CQ&amp;ved=0CFIQ_AUoBA&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&amp;fp=741547350a9f0b10&amp;biw=1323&amp;bih=674" target="_blank">fieberhaft</a> gesucht. Das Higgs Boson ist nämlich das Teilchen, welches das Standardmodell der Physik bestätigen soll. Sinnigerweise wird dieses Teilchen (vor allem in den Medien) auch &#8218;Gottesteilchen&#8216; genannt.</p>
<p>&#8222;Das Standardmodell der Physik&#8220; ist sehr klug formuliert, denn es geht eben nicht um die Weltformel, sondern &#8218;nur&#8216; um die Bestätigung eines Modells &#8211; oder anders gesagt: um die Bestätigung der gegenwärtig in der Physik vorherrschenden Konvention!</p>
<p>Die letzte Wahrheit, die einzige Gewissheit lautet auch in der Physik: Alles ist im Wandel, alles ist im Fluss, und wenn etwas dann doch einmal greifbar sein sollte, dann ist es bloss eine Konvention, ein Modell &#8211; eine Mode.</p>
<p>Und so ist es auch im täglichen Umgang miteinander. Jeder lebt in seiner sozialen Umwelt, seinem Kontext und folgt den dort geltenden Konventionen. Streit entsteht, wenn die Konventionen nicht zusammen passen. Um herauszufinden, auf welche Konvention man sich einigen soll, ist es häufig nötig, das &#8222;zwischenmenschliche Higgs-Teilchen&#8220; zu finden, das die eine oder andere oder (meistens!) eine dritte Konvention bestätigt. Das Higgs-Boson ist das Körnchen Wahrheit, das zwischen Streit und Friede entscheiden kann.</p>
<p>Das Internet, und darin sehe ich eine grosse Chance, schafft einen einheitlichen Kontext und damit die Möglichkeit, sich gemeinsam auf Konventionen zu einigen. Zumindest legt das Internet unterschiedliche Kontexte offen und erleichtert das gegenseitige Verständnis.</p>
<p>So gesehen ist das Internet der Teilchenbeschleuniger, das uns hilft, das Higgs-Boson für eine friedliche Welt nicht nur zu finden, sondern sogar zu machen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<address style="text-align: center;">Weltenfriede und Physik,</address>
<address style="text-align: center;">beiden fehlt im Augenlick</address>
<address style="text-align: center;">nur ein winzig kleines Teil.</address>
<address style="text-align: center;">hat man&#8217;s, sind sie beide heil.</address>
<address style="text-align: center;"> </address>
<p style="text-align: right;">25/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=815&amp;md5=a61dd2429bfa4878ad05dd31f769d94b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Meta-Fenster zur Welt</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 18:58:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Früher begann ich meinen Tag mit dem Durchblättern einer Tageszeitung während des Kaffees am Frühstückstisch. Journalisten, Korrespondenten und Redakteure hatten darin die wichtigsten Ereignisse der letzten 24 Stunden sortiert, zusammengefast und aufbereitet. Das Meiste davon interessierte mich nicht, in der Regel las ich einen oder zwei Artikel. Die Zeitung kam anschliessend auf einen Stapel, dieser [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/05/meta-schnittstelle.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-724" title="meta schnittstelle" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/05/meta-schnittstelle-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Früher begann ich meinen Tag mit dem Durchblättern einer Tageszeitung während des Kaffees am Frühstückstisch. Journalisten, Korrespondenten und Redakteure hatten darin die wichtigsten Ereignisse der letzten 24 Stunden sortiert, zusammengefast und aufbereitet. Das Meiste davon interessierte mich nicht, in der Regel las ich einen oder zwei Artikel. Die Zeitung kam anschliessend auf einen Stapel, dieser wurde einmal pro Monat gebündelt und diese Bündel wurden zweimal jährlich von Schulkindern eingesammelt. Trotzdem war die Zeitung mein Fenster, meine Schnittstelle zur Welt.</p>
<p>Heute greife ich schon vor dem Aufstehen nach dem Handy und scrolle durch den Twitterstream, die RSS-Feeds und die Facebook timeline. Ich finde dort Informationen zu Themen, die mich interessieren, aufbereitet von unzähligen Menschen. Unbekannte, Freunde, Gleichgesinnte haben Texte und Tweets geschrieben, gegenseitig kommentiert und weiter verbreitet. Auch ich verarbeite das Gelesene weiter, indem ich kommentiere und einzelne Artikel und Meldungen weiter empfehle. Man nennt dieses Aufbereiten, Zusammentragen und Weiterverbreiten von Information <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/kuratieren" target="_blank">Kuratieren</a>. All diese kuratierenden Menschen sind mein neues Fenster zur Welt.</p>
<p>Und zunehmend werden Menschen dabei von Tools unterstützt. Diese helfen dabei, Informationen zu finden und anschliessend aufzubewahren.  Ausserdem fördern sie die Zusammenarbeit zwischen Gleichgesinnten. Für Fotos kennt man solche Tools (<a href="http://instagr.am/" target="_blank">Instagram</a>, <a href="http://pinterest.com/" target="_blank">Pinterest</a>) schon lange. Wenn es um Information geht, heissen sie beispielsweise <a href="http://storify.com/" target="_blank">Storify</a> oder <a href="http://www.pearltrees.com/" target="_blank">Pearltree</a>.</p>
<p>Noch eine Stufe weiter geht <a href="http://www.narrativescience.com/" target="_blank">Narrative Science</a>, eine Firma aus Chicago, Illinois. Hier unterstützen Tools, also Algorithmen, nicht nur beim Kuratieren, hier verfassen diese Algorithmen eigenständig Texte: Computer analysieren Daten von Baseball-Spielen oder Börsenkurse und andere Datenströme und verfassen daraus journalistische Texte. <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2012/04/can-an-algorithm-write-a-better-news-story-than-a-human-reporter/all/1" target="_blank">Wired</a> fragt dazu, ob Algorithmen bessere Newsstorys schreiben können als Menschen. Wir sind wohl (noch?) nicht so weit, dass ein Computer den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henri-Nannen-Preis" target="_blank">Henri-Nannen-Preis</a> gewinnen könnte. Aber der Schritt zu computergeneriertem Inhalt ist logisch und macht Sinn. Computer belegten zuerst die Schnittstelle zur realen Welt. Zunehmend produzieren sie nun aber auch eigenständige Informationen zu dieser Welt in Form von Daten. Prädestiniert dafür sind der Sport und die Finanzwelt, wo Daten in einer unüberschaubaren Fülle und in hoher Qualität erzeugt werden. Daten aber sind nichts als Zahlen. Und die Interpretation von Zahlen war noch nie eine Stärke von uns Menschen, wir ziehen in der Regel Buchstaben vor: Alle Internetadressen sind letztlich Zahlen. Sie werden vom sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Domain_Name_System" target="_blank">Domain Name System</a> in Buchstaben übersetzt, die wir uns merken können.</p>
<p>Und genauso verfährt Narrative Science, deren Algorithmen aus den Zahlenbergen verständliche Texte machen. Man kann das verstehen wie eine weitere Schnittstelle zur Welt, aber auf einer höheren Ebene: Der Computer ist nicht mehr bloss das Fenster zur Welt, sondern eine Schnittstelle zu computergenerierten Daten über die Welt, quasi eine Meta-Schnittstelle also.</p>
<p>Allerdings werde ich wohl auch morgen früh wieder selber all die Tweets, RSS-feeds und die Facebook timeline lesen müssen. Inhalt kann wie gesehen mittlerweile maschinell hergestellt werden, die Konsumation jedoch bleibt nach wie vor „Handarbeit“. Es braucht uns Menschen also noch <img src="http://blog.markdot.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" class="wp-smiley" /></p>
<p style="text-align: center;">Zeitung war ein Fenster hin<br />
Zu der Welt, das machte Sinn.<br />
Doch Computer kuratieren<br />
Meta-Daten zum studieren!</p>
<p style="text-align: right;">19/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=717&amp;md5=b85d07045f3c2851de115075cb01fa34" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spiegelein, Spiegelein&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 20:12:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In seinem Buch Fast im Jenseits: Oder warum Gott Frankenstein liest beschreibt David Eagleman mögliche Szenarien, was uns nach dem Tod erwarten könnte. Vor allem ein Szenario, überschrieben mit „Spiegel“, hat mich zum Nachdenken angeregt: Wenn du stirbst, bist du noch nicht tot. Sterben ist ein zweistufiger Prozess. Nachdem du also das erste Mal gestorben [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/02/Spiegel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-578" title="Spiegel" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/02/Spiegel-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>In seinem Buch <a id="static_txt_preview" href="http://www.amazon.de/gp/product/3833306637/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3833306637" target="_blank">Fast im Jenseits: Oder warum Gott Frankenstein liest</a> beschreibt David Eagleman mögliche Szenarien, was uns nach dem Tod erwarten könnte. Vor allem ein Szenario, überschrieben mit „Spiegel“, hat mich zum Nachdenken angeregt:</p>
<p><em>Wenn du stirbst, bist du noch nicht tot. Sterben ist ein zweistufiger Prozess. Nachdem du also das erste Mal gestorben bist, wachst du in einer Art Zwischenreich auf, in dem sich auch alle Menschen versammelt haben, mit denen du je Kontakt hattest im Leben.</em></p>
<p><em>Jeder Mensch hat viele Facetten. Auch du. Da du jedoch immer in deinem Kopf lebtest, fiel es dir leichter, die Wahrheit über andere Menschen zu sehen als über dich selber. So warst du gezwungen, dein Leben mit Hilfe anderer Menschen zu leben, die Spiegel für dich hochhielten. Manchmal hast du diese Spiegel ignoriert, sie für falsch gehalten und dich nicht danach gerichtet. Du hast deshalb gewisse Spiegelungen anderer Menschen über dich ausgefiltert. Andere wiederum hast Du angenommen und Dich danach gerichtet. Zusammengenommen bleibt aber die Erkenntnis, dass sich der grösste Teil deines Lebens in den Köpfen anderer Menschen abgespielt hat.</em></p>
<p><em>Im Zwischenreich, in dem du nach dem ersten Sterben angekommen bist, werden nun diese Fragmente von dir selbst, die auf all diese Köpfe verteilt sind, gesammelt, zusammengetragen und zusammengesetzt. Ohne deinen eigenen Filter siehst du dich das erste Mal klar, ungefiltert. Du siehst zum ersten Mal die Wahrheit über dich. Und das erst tötet dich endgültig.</em></p>
<p>Diese Idee, die Eagleman hier skizziert, ist faszinierend. Sie zeichnet ein Bild von uns, das unserem gängigen Verständnis zuwider läuft. Wohl sind wir uns bewusst, dass andere Menschen ein Bild von uns haben. Hat jedoch jemand ein Bild von uns, das nicht unserem Selbstbild entspricht, neigen wir zur Annahme, dass das daher rühre, dass der andere uns nicht richtig kenne. Würde er uns nur wirklich kennen, so denken wir, so müsste er sein Bild von uns anpassen. Wir gehen also davon aus, dass nur wir selber uns wirklich kennen, da nur wir selber alle Facetten von uns wahrnehmen können. Diese Vorstellung scheint uns intuitiv richtig zu sein, obwohl wir uns immer nur aus der gleichen, einzig möglichen Perspektive wahrnehmen. &#8211;</p>
<p>Demgegenüber besteht eine wirkungsvolle und relativ bekannte Problemlösetechnik darin, die Perspektive zu wechseln, das Problem aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen. Wenn man sich in eine andere Person versetzt und sein Problem aus deren Blickwinkel betrachtet, dann kann das helfen, klarer zu sehen, neue Zusammenhänge wahrzunehmen und dadurch das Problem schliesslich lösen zu können. Auch das scheint intuitiv richtig zu sein.</p>
<p>Es gibt hier also einen kleinen Widerspruch: Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass ein Perspektivenwechsel zu mehr Klarheit führt, uns also der Wahrheit näher bringt. Diesen Schritt jedoch sind wir nur in bestimmten Situation bereit zu machen, eben dann, wenn wir vor einem für uns unlösbaren Problem stehen.</p>
<p>Diesen Widerspruch kann man nur dann aufheben, wenn man anerkennt, dass andere häufig besser sehen als man das selber tut. Wenn es um uns selber geht, kann man die Perspektive nicht wechseln. Wir sind in unserem Kopf drin (so zumindest die Wahrnehmung in der westlichen Welt) und von dort aus nehmen wir alles uns Betreffende wahr.</p>
<p>Zwar anerkennen wir, dass andere Leute ein anderes Bild von uns haben könnten, behalten uns die Wertung über diese Fremdbilder jedoch entschieden selber vor. Und genau an diesem Punkt könnten wir irren. Ein faszinierender Gedanke jedenfalls!</p>
<p style="text-align: center;">Man nimmt sich selber, das ist klar,<br />
Sehr eingeschränkt nur immer wahr.<br />
Doch andere sehen viele Seiten,<br />
Drum hör auf sie doch schon bei Zeiten.</p>
<p style="text-align: right;">8/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=576&amp;md5=2cde912415d7518242a6c978088522d7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bullshit – oder warum ich eigentlich nie an Wahlen und Abstimmungen teilnehme</title>
		<link>http://blog.markdot.com/bullshit-%e2%80%93-oder-warum-ich-eigentlich-nie-an-wahlen-und-abstimmungen-teilnehme/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 17:40:30 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Lügner und der Wahrheit verpflichtete Menschen. Beide akzeptieren die Autorität der Wahrheit, jedoch auf unterschiedlichen Seiten. Der der Wahrheit verpflichtete Mensch lässt sich von dieser Autorität leiten, der Lügner hingegen weist sie zurück und lehnt sie ab. Es gibt aber noch eine dritte Sorte Menschen: den Bullshitter, welchen der Philosph Harry G. Frankfurt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Lügner und der Wahrheit verpflichtete Menschen. Beide akzeptieren die Autorität der Wahrheit, jedoch auf unterschiedlichen Seiten. Der der Wahrheit verpflichtete Mensch lässt sich von dieser Autorität leiten, der Lügner hingegen weist sie zurück und lehnt sie ab.</p>
<p>Es gibt aber noch eine dritte Sorte Menschen: den Bullshitter, welchen der Philosph Harry G. Frankfurt in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0691122946/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0691122946" target="_blank">On Bullshit</a> (deutsch: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518584502/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518584502" target="_blank">Bullshit</a>) beschreibt. Der Bullshitter lehnt die Autorität der Wahrheit nicht ab, er beachtet sie einfach nicht. Er beteiligt sich nicht am Spiel um die Wahrheit, es geht ihm überhaupt nicht um Tatsachen, sondern nur darum, ob eine Behauptung in seinen Kram passt. Der Bullshitter bemüht sich nicht in erster Linie um eine richtige Darstellung der Welt, sondern es geht im ausschliesslich um eine Darstellung seiner selbst. Er bestimmt sich selber als Referenzpunkt, nicht die Welt an sich.</p>
<p>Die Produktion von Bullshit wird dann angeregt, wenn ein Mensch in die Situation gerät, über ein Thema zu sprechen, das seinen Wissensstand übersteigt. Besonders gravierend wird das jeweils vor demokratischen Wahlen und Abstimmungen. Da wird jeder mündige Bürger moralisch verpflichtet, eine Meinung zu haben, und diese mittels Wahl- oder Abstimmzettel an der Urne kund zu tun. Die durch diese moralische Pflicht angeregte Produktion von Bullshit lässt sich im Vorfeld von Wahlen und Abstimmungen beispielsweise an Stammtischen und im Fernsehen beobachten.</p>
<p>Dass es gegenwärtig sehr viel Bullshit gibt, hat verschiedene Ursachen. Eine liegt darin, dass die uns dank Internet zur Verfügung stehende Information in keinem Verhältnis steht zu unserer Fähigkeiten, diese Information einzuordnen und kognitiv zu verarbeiten. Verschärft wird das ganze durch nie dagewesene Kommunikationsmöglichkeiten, mit denen jedermann zu jedem und allem seine Meinung kundtun kann.</p>
<p>Oft merken wir nicht, wenn ein Thema unseren Wissensstand übersteigt. Das lässt sich mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dunning_Kruger" target="_blank">Dunning-Kruger-Effekt</a> erklären. Dieser bezeichnet das Phänomen, dass inkompetente Menschen ihr Wissen häufig über-, das Wissen von kompetenten Personen hingegen meist unterschätzen.</p>
<p>Aus dem bis dahin gesagte müsste man schlussfolgern, dass eine Aussage zu einem Thema nur dann sinnvoll ist, wenn man möglichst vollständige Kenntnis des Themas hat. Absolute Kenntnis des Gegenstandes vorauszusetzen wäre lebensfremd, es kann also immer nur um eine relative Kenntnis gehen.</p>
<p>Daraus leitet sich die Frage ab, wie gross denn die Kenntnis des Themas sein muss. Und da muss die Antwort zweigeteilt sein: Wenn einem bewusst ist, dass man wenig weiss über ein Thema, dann unterliegt man nicht dem Dunning-Kruger-Effekt und kann nicht bullshitten. Wenn man weiss, dass man nicht (viel) weiss, bleibt man ja der Wahrheit verpflichtet. In diesem Fall darf man also ruhig über das Thema reden – meist wird das eh im Konjunktiv geschehen.</p>
<p>Wenn man hingegen nicht weiss, dass man nicht (viel) weiss, dann ist es gefährlich, dann ist bullshitten fast unausweichlich. Allerdings sieht man die Gefahr leider nicht, oder sie ist einem egal. Darum können wir zuversichtlich festhalten, dass Bullshit nicht aussterben wird.</p>
<p>Und wie sieht es denn aus mit Wahlen und Abstimmungen? Bei Wahlen wissen wir in der Regel viel zu wenig über die zu wählenden Personen. Und wir müssten auch wissen, dass wir nichts wissen. Und bei Abstimmungen ist es in der Regel dasselbe – auch da sind die Sachfragen oft hochkomplex und durch widersprüchliche Expertenmeinungen gestützt so dass der Laie damit hoffnungslos überfordert ist. Fazit also: Verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger, also solche, die sich Autorität der Wahrheit verpflichtet fühlen, nehmen an Wahlen und Abstimmungen nicht teil. Wem es hingegen nur um die Darstellung seiner selbst geht, der wählt und stimmt ab. Und darum produzieren Wahlen und Abstimmungen in der Regel Bullshit.</p>
<p style="padding-left: 90px;"><strong>Merksatz:</strong></p>
<p style="padding-left: 90px;">Auch der Lügner richtet sich</p>
<p style="padding-left: 90px;">nach der Wahrheit eigentlich.</p>
<p style="padding-left: 90px;">Doch wer Bullshit von sich gibt</p>
<p style="padding-left: 90px;">ist nur in sich selbst verliebt.</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=463&amp;md5=9f316013b65eed5ce4184eac4bf8f995" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Fahrstuhlknopf-Orakel</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 18:07:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass der Türschliessknopf fast völlig abgewetzt, der Knopf zum Offenhalten der Türe jedoch praktisch unbenutzt ist, lässt tief in die Psyche der Benutzer dieses Fahrstuhls blicken. Offenbar hat man es in diesem Haus eilig. Offenbar sind Rücksicht, Anstand und Nettigkeiten keine Eigenschaften, auf die hier Wert gelegt wird. Ankommen ist wichtiger als unterwegs sein. Ich [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/04/Fahrstuhlknopf2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-363" title="Fahrstuhlknopf" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/04/Fahrstuhlknopf2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Dass der Türschliessknopf fast völlig abgewetzt, der Knopf zum Offenhalten der Türe jedoch praktisch unbenutzt ist, lässt tief in die Psyche der Benutzer dieses Fahrstuhls blicken. Offenbar hat man es in diesem Haus eilig. Offenbar sind Rücksicht, Anstand und Nettigkeiten keine Eigenschaften, auf die hier Wert gelegt wird. Ankommen ist wichtiger als unterwegs sein. Ich bin wichtiger als die anderen.</p>
<p>Das Bild stammt aus dem Fahrstuhl eines Bürogebäudes. Man könnte wohl in irgend ein Bürogebäude gehen und würde dasselbe Phänomen vorfinden: Der Knopf zum Schliessen der Türe ist der meistbenutzte Knopf.</p>
<p>Es wäre auch anders denkbar, dass nämlich der Offenhalten-Knopf der meistbenutze wäre, weil dauernd jeder auf jemanden wartet, mit dem sich die Fahrstuhlfahrt kurzweiliger gestalten lässt. Oder um noch schnell etwas fertig beschwatzen zu können, bevor der Fahrstuhl weiter fährt.</p>
<p>Nur: ein solches Bürogebäude kenne ich nicht.</p>
<p>Der Fahrstuhlknopf auf dem Bild ist mir übrigens deshalb aufgefallen, weil ich ihn wegen der abgewetzten Farbe im schummrigen Fahrstuhllicht nicht sofort fand. Natürlich wollte ich die Tür nur deshalb möglichst schnell schliessen, um den Fahrstuhl umgehend wieder anderen potenziellen Benutzern zur Verfügung zu stellen. Aus Rücksicht, Anstand und Nettigkeit also!</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=358&amp;md5=5b5d6eb306fe898964536cf7665dbb0c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wirklichkeit &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 08:15:13 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wirklichkeit?!]]></category>
		<category><![CDATA[Ding]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
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		<category><![CDATA[Quantenphysik]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu Fragen, was die Realität sei, scheint müssig. So wie ein Fisch einfach im Wasser lebt, ohne es erklären zu müssen, so schwimmen wir gleichsam in der Realität. Aber im Gegensatz zum Wasser ist die Realität, die uns umgibt, begreifbar: Der Stuhl auf dem ich sitze, das Fenster, aus dem ich schaue, die Strasse, das [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Fragen, was die Realität sei, scheint müssig. So wie ein Fisch einfach im Wasser lebt, ohne es erklären zu müssen, so schwimmen wir gleichsam in der Realität. Aber im Gegensatz zum Wasser ist die Realität, die uns umgibt, begreifbar: Der Stuhl auf dem ich sitze, das Fenster, aus dem ich schaue, die Strasse, das Haus, der Wald. Alles ist fass- und damit begreifbar.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-151" title="UnderTheSea (c) philippkeusen.com" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/09/UnderTheSea-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" />Forschungen in Physik und insbesondere in der Quantenphysik zeigen nun aber, dass diese Realität gar nicht so fassbar ist, wie wir meinen. Die seit den alten Griechen dauernde Suche nach den kleinsten Teilchen war nämlich bislang erfolglos. Nach den zuerst theoretisch vermuteten und dann praktisch nachgewiesenen Atomen, die ihrerseits aus Atomkern und darum herum kreisenden Elektronen bestehen, war die Suche nach den kleinsten Teilchen nicht zu Ende. Immer kleinere Teilchen wurden gefunden, die sich immer merkwürdiger verhielten. An einem bestimmten Punkt konnte selbst die bis anhin gebräuchliche Trennung zwischen einem Teilchen und einer Welle nicht mehr aufrecht erhalten werden.</p>
<p>Die Welle, also die Art und Weise, wie beispielsweise Licht sich ausbreitet, galt als Gegenspieler zu den Teilchen. Im subatomaren Bereich jedoch verschmelzen die beiden Formen komplett. Ob etwas als Teilchen oder als Welle wahrgenommen wird, wird vom Beobachter bestimmt.</p>
<p>Auf der Ebene der Sprache werden die Teilchen eher mit Substantiven, Wellen eher mit Verben beschrieben. Die Realität besteht aus Teilchen, und damit aus Substantiven. Das deutsche Wort für Realität, Wirklichkeit, enthält das Wort wirken. Interessant ist das vor allem deshalb, weil wirken ein Verb ist. Und Verben, so meinen wir, sind nicht begreifbar, weil sie nicht stofflich sind. Könnte es aber nicht sein, dass das, was die Wirklichkeit im Innersten ausmacht, ein Verb ist, ein Prozess, eine Tätigkeit? Eben: ein Wirken? Viele Begebenheiten, die wir durchaus der Wirklichkeit zuordnen, sind nicht-stofflicher Natur. Zum Beispiel die Liebe – lieben – als Beispiel für Gefühle, welche allesamt nicht-stofflich sind und die wir trotzdem durchaus begreifen und verstehen können<sup class='footnote'><a href='#fn-149-1' id='fnref-149-1' onclick='return fdfootnote_show(149)'>1</a></sup>.</p>
<p>Offenbar gibt es also gar nichts, zumindest keine Teilchen. Alles, was wir als real und wirklich wahrnehmen, ist in Wahrheit einfach nichts. Wenn man diesen Gedanken weiter denkt, dann könnte man zum Ergebnis kommen, dass die Trennung zwischen stofflicher und nicht-stofflicher Welt eine künstliche ist<sup class='footnote'><a href='#fn-149-2' id='fnref-149-2' onclick='return fdfootnote_show(149)'>2</a></sup>. Diese Trennung ist  in der Natur so nicht angelegt ist, trotzdem nehmen wir sie so wahr. Unsere Wahrnehmung ist eingeschränkt und weitgehend angelernt und damit veränderbar. Die Wirklichkeit entsteht im Wechselspiel von „äusseren Begebenheiten“<sup class='footnote'><a href='#fn-149-3' id='fnref-149-3' onclick='return fdfootnote_show(149)'>3</a></sup> mit unserer Wahrnehmung.</p>
<p>Die Realität besteht also im Kern aus etwas nicht be-greif-barem, sie besteht aus nichts. Was die Realität ausmacht ist ein Wirken, man müsste also treffender wohl von einer „Wirkenlichkeit“ sprechen.</p>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-149'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-149-1'>diese Einsicht verdanke ich dem Quantenphysiker Hans-Peter Dürr, der seine Sicht der Welt eindrücklich in <span style="color: #000000;"><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3e6d73db-06d9-4a65-bf5e-e678dc755b16" target="_blank">diesem</a> </span>Interview darlegt <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-149-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-149-2'>mehr dazu im englischen Post <span style="color: #000000;"><a href="http://blog.markdot.com/hello-world/?lang=en" target="_blank">strive for the intangible things</a></span> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-149-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-149-3'>Ich habe die Anführungszeichen deshalb gesetzt, weil wohl auch diese Trennung eine künstliche ist <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-149-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=149&amp;md5=a924b3a2afd520f2a01d0524d88c6c8c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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