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	<title>Mark. Alder &#187; markdot</title>
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	<description>Reden - und über&#039;s Reden reden</description>
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		<title>Mark. Alder</title>
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		<title>Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch. Die Folgen davon sind grässlich!</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2015 12:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Blödelei]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit?!]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es in ihrem Freundeskreis Veganer? Sind sie vielleicht sogar selber Veganerin? Oder wenigstens Vegetarier? Es ist ein unaufhaltsamer Trend in der westlichen Welt, auf den Fleischkonsum zu verzichten. Veganismus geht dabei noch einen Schritt weiter und verzichtet auf alle tierischen Produkte. Veganer können deshalb vernünftigerweise nicht als Esel oder Affen bezeichnet werden, sondern höchstens [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://instagram.com/philippkeusen"><img class="alignleft size-medium wp-image-1016" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2015/01/10268752_1490943134459199_1655752840_n-300x300.jpg" alt="Ueli the cow (C) philippkeusenstylist.com" width="300" height="300" /></a>Gibt es in ihrem Freundeskreis Veganer? Sind sie vielleicht sogar selber Veganerin? Oder wenigstens Vegetarier? Es ist ein unaufhaltsamer Trend in der westlichen Welt, auf den Fleischkonsum zu verzichten. Veganismus geht dabei noch einen Schritt weiter und verzichtet auf alle tierischen Produkte. Veganer können deshalb vernünftigerweise nicht als Esel oder Affen bezeichnet werden, sondern höchstens als Mauerblümchen oder Nachtschattengewächse.</p>
<p>Aber ich will hier nicht polemisieren, ich möchte ein grösseres, globales Problem ansprechen:</p>
<p>Fleischlos essen bedeutet, dass man die zum Überleben notwenigen Kalorien, Vitamine und Ballaststoffe eben nicht aus der Fauna, sondern aus der Flora bezieht. Und dies führt zu einer Zunahme von Treibhausgasen: Diese werden nämlich von Bakterien gebildet, die sich dort, wo kein Sauerstoff vorhanden ist, von organischem Material ernähren. Und das Resultat? <a href="http://www.srf.ch/wissen/natur/kuehe-ruelpsen-treibhausgase" target="_blank">Kühe rülpsen und furzen Methan</a> und produzieren damit Treibhausgase, welche für die globale Erwärmung (mit-)verantwortlich sind.</p>
<p>Fleischlos Essende essen keine Kühe, so dass diese weiterhin furzend und Kuhglocken schwingend auf den saftigen Wiesen friedlich Treibhausgase produzieren können. Damit wir uns verstehen, Schuld an dieser Furzerei ist das organische Material, welches die Kühe verzehren &#8211; also die Flora. Und diese wird ja eben auch von Veganern und Vegatarierinnen verzehrt. Wahrscheinlich werden nun auch in deren Mägen Bakterien dafür sorgen, dass Gase produziert werden &#8211; aber ich will hier nicht ins Detail gehen.</p>
<p>Kurz und gut:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Alle Vegis tun dir raten:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8222;Iss Broccoli statt Braten!&#8220;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Planet wird drum in Kürzen</p>
<p style="padding-left: 30px;">ersticken an den Fürzen.</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=1015&amp;md5=0bfdb9b6065df2eab0369f679a8a1a02" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zum Gedicht</title>
		<link>http://blog.markdot.com/gedanken-zum-gedicht/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Oct 2013 19:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Verbesserung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heutzutage liest man keine Gedichte mehr. Man braucht sie einfach nicht mehr. Sie sind ein Opfer des Fortschrittes geworden. Alle Gedicht-Einsatzgebiete sind heute durch effizientere Methoden ersetzt worden. Schauen wir uns zum Beispiel den Merkvers an. Über lange Jahrhunderte und Jahrtausende, als die Schrift noch nicht erfunden war oder noch nicht allgemein gebräuchlich, war der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Gedicht.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-621" title="Gedicht" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Gedicht-300x300.jpg" width="300" height="300" /></a>Heutzutage liest man keine Gedichte mehr. Man braucht sie einfach nicht mehr. Sie sind ein Opfer des Fortschrittes geworden. Alle Gedicht-Einsatzgebiete sind heute durch effizientere Methoden ersetzt worden.</p>
<p>Schauen wir uns zum Beispiel den Merkvers an. Über lange Jahrhunderte und Jahrtausende, als die Schrift noch nicht erfunden war oder noch nicht allgemein gebräuchlich, war der Merkvers die beste Möglichkeit, etwas über längere Zeit im Gedächtnis behalten zu können. Hier als Beispiel so ein Merkvers für Politiker:</p>
<p style="text-align: center;">Der Mensch merkt auf, wenn einer spricht<br />
und ihn mit gutem Wort besticht.<br />
Drum rede klar und schwafle nicht,<br />
so gibt das deiner Red&#8216; Gewicht.</p>
<p>An diesem Beispiel sieht man einerseits, dass es bedauerlich ist, dass es keine Merkverse mehr gibt. Andererseits ist aber auch klar, dass man sich (gerade als Politiker) nicht alles merken kann, was man sagt &#8211; und das oft auch gar nicht will. Darum:</p>
<p style="text-align: center;">Sich alles merken wär’ vermessen,<br />
Es braucht zum Wissen das Vergessen.<br />
Es löschen geht nicht, trotz anstrengen,<br />
Was höchstens geht ist das Verdrängen.</p>
<p>Und wenn man doch mal dringend was wissen muss, hat man ja Google und Wikipedia. Unser Gedächtnis ist also ausgelagert.</p>
<p>Auch andere traditionelle Anwendungsfälle des Gedichtes sind hinfällig geworden. So brauchen wir keine Kinderreime mehr, denn die Kinder sind mit TV und Smartphone beschäftigt. Und wenn sie mal gerade nicht Angry Birds auf dem Mobiltelefon spielen, dann sind sie damit beschäftigt, den Erziehungsberechtigten aus dem Zeitalter der Gedichte die Funktionsweise dieser Geräte zu erklären.</p>
<p>Auch Trinksprüche und Lebensweisheiten müssen nicht mehr gereimt werden. Die Trinker vergessen sie eh immer wieder und Lebensweisheiten vermittelt uns die Werbung.</p>
<p>Auch die Literatur, einst Heimat von Balladen und Sonetten, hat sich vom Endreim verabschiedet und findet, infolge fehlender Unterstützung durch die Buchpreisbindung, wie einige sagen würden, ihre Erfüllung in Thrillern und Krimis.</p>
<p>Eine einzige Bastion hält sich tapfer, das soll nicht unerwähnt bleiben, auch wenn es sich dabei um gesungene Reime handelt: Die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=A8rIU8lCj3M" target="_blank">Schnitzelbänke</a>, insbesondere der Basler Fasnacht.</p>
<p>Das Fazit aber bleibt trotzdem bestehen: Das Gedicht ist verdrängt, ersetzt und abgelöst. Und ich finde das gut. Es war höchste Zeit für eine Veränderung nach Jahrtausenden unnötiger Merkverse, peinlicher Trinksprüche und alberner Kinderreime. Endlich ist im jungen 21. Jahrhundert das Gedicht befreit von uralten Zwängen und Konventionen und kann sich in neue Bereiche vorwagen, neue Medien und Verbreitungsmöglichkeiten nutzen und damit neue Leserkreise erschliessen. Der Regelbruch als Aufbruch:</p>
<p style="text-align: center;">Es gibt Regeln, Konventionen,<br />
Sie befolgen tut nicht lohnen:<br />
Wenn man diese Regeln bricht,<br />
bringt das weiter das Gedicht.</p>
<p style="text-align: right;">12/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=616&amp;md5=001f7f3b5b375f475aa112bd108909d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rhetorik 2.0</title>
		<link>http://blog.markdot.com/rhetorik-2-0/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jul 2013 10:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ursprünglich war unsere Kultur eine mündliche. Das ganze Wissen der Menschheit wurde während Jahrtausenden mündlich weiter gegeben. Vor 2,4 Mio. Jahren hat der Mensch begonnen, Werkzeuge aus Stein herzustellen. Eine piktographische Schrift wurde erst vor etwa 8&#8217;000 Jahren in China erfunden. Das Alphabet entstand sogar erst vor ca. 3&#8217;500 Jahren. Die Rhetorik war während den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="display: block; margin-right: auto; margin-left: auto;" alt="image" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/07/wpid-4726283672380500411.jpg" width="300" height="298" /></p>
<p>Ursprünglich war unsere Kultur eine mündliche. Das ganze Wissen der Menschheit wurde während Jahrtausenden mündlich weiter gegeben. Vor 2,4 Mio. Jahren hat der Mensch begonnen, Werkzeuge aus Stein herzustellen. Eine piktographische Schrift wurde erst vor etwa 8&#8217;000 Jahren in China erfunden. Das Alphabet entstand sogar erst vor ca. 3&#8217;500 Jahren.<br />
Die Rhetorik war während den letzten 2&#8217;000 Jahren die am höchsten entwickelte Wissenschaft. Erst mit dem Aufkommen der Druckkunst wurde die Rhetorik aus dem Zentrum der akademischen Ausbildung verdrängt.<br />
Der Buchdruck ermöglichte und förderte durch mathematische Analyse und durch den Gebrauch von Diagrammen die Quantifizierbarkeit des Wissens.<br />
Im gegenwärtigen elektronischen Zeitalter wird diese Tendenz auf die Spitze getrieben: jeder Tastenanschlag im Internet wird mathematisch erfasst und statistisch ausgewertet. Quantität kommt vor Qualität. Nur was zählbar ist zählt. Leider ist der Gehalt eines Textes nicht zählbar.<br />
Es ist also an der Zeit, diesem Trend der Quantifizierung des Wissens etwas entgegen zu halten: ich plädiere für eine Wiederbelebung der Rhetorik und hebe hiermit die *Rhetorik 2.0* aus der Taufe.</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=401&amp;md5=b1ee2b0dfdc6fe47849061c865d7711d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mehr Flower Power fürs Copyright</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 16:29:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich einen heissen Sommertag vor. Soeben ist ein Gewitter vorbei gezogen, jetzt scheint die Sonne wieder mit aller Kraft und die Erde dampft. Sie gehen über eine Wiese und nehmen den intensiven Duft wahr. Können Sie die Blumen riechen? &#8211; In solchen Momenten kommt mir immer mein Dusch-Gel in den Sinn und die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Blumenwiesenduschgel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-497" title="Blumenwiesenduschgel" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Blumenwiesenduschgel-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a>Stellen Sie sich einen heissen Sommertag vor. Soeben ist ein Gewitter vorbei gezogen, jetzt scheint die Sonne wieder mit aller Kraft und die Erde dampft. Sie gehen über eine Wiese und nehmen den intensiven Duft wahr. Können Sie die Blumen riechen? &#8211; In solchen Momenten kommt mir immer mein Dusch-Gel in den Sinn und die Frage drängt sich auf: Riecht die Wiese nach Dusch-Gel oder riecht das Dusch-Gel nach Blumenwiese?</p>
<p>Ok, vielleicht bin ich der einzige, der auf einer Blumenwiese an Dusch-Gel denkt. Aber es gibt andere Bereiche als die Düfte, in denen man die Kopie wahrhaftig nicht mehr vom Original unterscheiden kann. Ich rede – natürlich – von digitalen Daten, vom <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IeTybKL1pM4" target="_blank">digitalen Kopieren</a>.</p>
<p>Kopiert wird aber nicht erst, seit es digitale Medien gibt. Kopiert wurde schon immer: Ein mittelalterlicher Mönch konnte innerhalb eines Jahres eine Bibel kopieren (abschreiben), nach Erfindung der Druckerpressen im 15. Jh. gab es Druckerprivilegien, die regelten, wer kopieren (drucken) durfte. Und in den 1970er und 1980er Jahren haben wir die Radio-Hitparade auf Kassetten aufgenommen und die Machwerke dann auf dem Schulhof ausgetauscht oder verschenkt.</p>
<p>Der Begriff der Kopie hat sich aber auch gewandelt: abgeschriebene Bibeln waren inhaltlich fehlerhaft, die Tonqualität von Kassetten hat von Kopie zu Kopie abgenommen. Abgesehen vom Dusch-Gel, das wohl besser riecht als die originale Blumenwiese, war es so, dass Kopien gegenüber dem Original minderwertig waren.</p>
<p>Bei digitalen Daten jedoch, wie Mp3-Musikdateien, Youtube-Filme oder pdf-Texten sind die Kopien vom Original nicht zu unterscheiden. Man kann in unserem digitalen Zeitalter ohne Schaden und fast ohne Kosten absolute identische Kopien herstellen. Kopierverbote sind deshalb nur schwer durchsetzbar, weil niemand versteht, warum das verboten sein sollte. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er sucht und braucht den Austausch mit anderen Menschen, und er hat einen natürlichen Drang zum Teilen und zum Mitteilen. Kopieren ist also letztlich ein sozialer Akt.</p>
<p>Heutzutage ist es einfacher denn je, digitale Daten zu kopieren und beispielsweise auf sozialen Netzwerken auszutauschen. Es ist einfacher denn je, andere an seiner Freude teilhaben zu lassen. Das kann und darf nicht unterbunden werden!</p>
<p>Es braucht also dringend neue Ideen, wie wir im digitalen Zeitalter mit Kopien umgehen sollen. Die geltenden gesetzlichen Regelungen wirken im Zeitalter von mp3 und Facebook geradezu unmenschlich. Ideengeber könnte zum Beispiel das Dusch-Gel sein und dessen Original, die Blumenwiese. In diesem Sinne plädiere ich für mehr Flower-Power im gesetzgeberischen Umgang mit digitalen Kopien.</p>
<p style="text-align: right;">(1/52)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=493&amp;md5=5b35d67a1e42daecafe705f5cb8732dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Füllfeder zur Computermaus</title>
		<link>http://blog.markdot.com/von-der-f%c3%bcllfeder-zur-computermaus/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 18:55:23 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Information wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte unterschiedlich transportiert. In grauer Vorzeit war alle Information mündlich. Der Mensch lebte im akustischen Raum. Mit der Erfindung der Schrift, mit dem Federkiel, änderte sich das. Die Welt wurde visuell und Wissen war plötzlich auch dem Auge zugänglich. Man konnte Information ausserhalb des Kopfes aufbewahren. In dieser Zeit existierten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/04/Maus-und-Feder.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-626" title="Maus und Feder" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/04/Maus-und-Feder-300x298.jpg" width="300" height="298" /></a>Information wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte unterschiedlich transportiert. In grauer Vorzeit war alle Information mündlich. Der Mensch lebte im akustischen Raum.</p>
<p>Mit der Erfindung der Schrift, mit dem Federkiel, änderte sich das. Die Welt wurde visuell und Wissen war plötzlich auch dem Auge zugänglich. Man konnte Information ausserhalb des Kopfes aufbewahren. In dieser Zeit existierten jedoch die mündliche und die schriftliche Übermittlung von Information parallel nebeneinander.</p>
<p>Die Füllfeder wurde abgelöst durch den Buchdruck, welcher die Visualisierung verschärfte. Während der sogenannten <a href="http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/">Gutenberg-Klammer</a>, also nach Erfindung des Buchdruckes, wurde dann die orale Übermittlung von Wissen im grossen Stil von der visuellen abgelöst. Information war nun primär schriftlich.</p>
<p>Schrift aber ist zuerst einmal seriell. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Seite für Seite, ja Buch für Buch eignen wir uns das Wissen an. Wissen wird einer Schnur gleich erworben, auf die Perle um Perle aufgefädelt wird.</p>
<p>Gedruckte Schrift ist auch universell. Alle lesen dasselbe. Und Wissen wird durch den Buchdruck zunehmend als Produkt wahrgenommen. Wissen ist nicht mehr ein Prozess, ein Fluss, etwas, das sich fortlaufend weiter entwickelt. Wissen wird in dieser Zeit zu etwas, das man besitzt, etwas, das einem gehört.</p>
<p>Mit der Einführung des Computers verändert sich das wieder. Wissen ist nicht mehr seriell. Hypertext verhindert, dass ein Text von vorne bis hinten durchgelesen wird. Wir nehmen Information springend auf, wir hüpfen von Happen zu Happen. Wissen wird wieder zu einem <a href="http://blog.markdot.com/versionen-nicht-originale/%20http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/">Prozess</a>, ist nicht mehr Produkt. Damit erklären sich auch die gegenwärtigen Probleme mit dem Copyright im Internet (mehr dazu <a href="http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/">hier</a>).</p>
<p>Wissen ist auch nicht mehr universell. Jeder erschliesst sich das Wissen in einer anderen Reihenfolge, mit anderen Prioritäten und Gewichtungen. Wir sind also wieder im ursprünglichen akustischen Raum, den wir uns jetzt aber visuell erschliessen. Die Spirale hat sich einmal gedreht, wir sind eine Runde weiter gekommen. Von der Füllfeder zur Computermaus.</p>
<p>Spannend ist, dass die Wissenschaft, das Schulsystem und unser Denken noch im Füllfederzeitalter stecken. Es bleibt also spannend!</p>
<p style="text-align: center;">Die Bücher liest man linear.<br />
Doch Hypertext und Internet,<br />
Die sind, und das ist wunderbar,<br />
Vernetzt, verzahnt, verlinkt komplett!</p>
<p style="text-align: right;">13/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=625&amp;md5=73294d49359c1e453de80c5e68dc8ad1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Für eine Binärisierung des Alltags</title>
		<link>http://blog.markdot.com/f%c3%bcr-eine-bin%c3%a4risierung-des-alltags/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 11:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanke]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine gute Freundin aus Deutschland hat mir eine Nachricht geschickt und mich etwas gefragt. Ich sah die Nachricht auf meinem Mobiltelefon, konnte aber gerade nicht antworten und habe mir das deshalb für später vorgenommen. Später, als ich wieder Zeit hatte und die Nachricht beantworten wollte, habe ich sie nicht mehr gefunden. Ich wusste nicht mehr, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Ansichtskarte.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-609" title="Ansichtskarte" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Ansichtskarte-300x298.jpg" width="300" height="298" /></a>Eine gute Freundin aus Deutschland hat mir eine Nachricht geschickt und mich etwas gefragt. Ich sah die Nachricht auf meinem Mobiltelefon, konnte aber gerade nicht antworten und habe mir das deshalb für später vorgenommen.</p>
<p>Später, als ich wieder Zeit hatte und die Nachricht beantworten wollte, habe ich sie nicht mehr gefunden. Ich wusste nicht mehr, über welchen Kanal ich die Nachricht erhalten hatte. Es war keine Mail, auch keine Facebook-Message und auch bei Google Plus oder Twitter war sie nicht. WhatsApp? SMS? Ich wusste es einfach nicht mehr. &#8211;</p>
<p>Das Leben wird immer komplexer. Auf immer mehr Kanälen prasselt immer mehr Information auf uns ein. Unsere Aufmerksamkeit wird ein immer kostbareres Gut. Und dieses Gut wird zwischen immer mehr Anspruchsgruppen aufgeteilt.</p>
<p>Aber Moment mal, wie kann das denn eigentlich sein? Unser Leben verlagert sich ja zunehmend in die digitale Welt, Bildschirme bestimmte mehr und mehr unseren Alltag. Und all die digitalen Gadgets sind doch alles andere als komplex. Das sind bloss binäre Realitäten. 0 oder 1, an oder aus, schwarz oder weiss. So einfach ist das, so einfach ist digital. Die Computer erzeugen all diese verblüffende Vielfalt mit dieser einen, grundlegenden Unterscheidung.</p>
<p>Die Komplexität entsteht erst in unserem Kopf, der nach wie vor analog funktioniert. Und da steckt denn auch das Problem. Die Welt entwickelt sich so schnell weiter, die Evolution kann da nicht mithalten. Evolution braucht Generationen, um sich neuen Bedingungen anzupassen. Und soviel Zeit gibt es im Moment nicht, die Entwicklung läuft viel zu schnell. Es braucht viel schneller Anpassungsmechanismen. Weil wir also nicht auf die Evolution warten können, müssen wir uns selber anpassen, kulturelle Überformung nennt sich das. Unsere Kultur, unser Denken muss binärisiert werden: die Binärisierung des Alltags ist geboten.</p>
<p>Es gibt nur zwei Arten von Menschen auf der Welt: Die, die die Menschheit in zwei Arten einteilen, und die, die das nicht tun. Ich mag es, die Welt zweizuteilen: wichtig und unwichtig, gut und böse, jetzt oder später. Mehr braucht es nicht, das reicht vollauf. Die digitale Welt ist schwarz/weiss, und daraus entsteht ihre grenzenlose Vielfalt. Sparen wir uns die Grautöne für die verbleibenden Nischen der analoge Welt. Ich werde die Freundin aus Deutschland bitten, mir eine Ansichtskarte zu schreiben!</p>
<p style="text-align: center;">Digital, das heisst binär,<br />
Und vereinfacht alles sehr:<br />
Schwarz und Weiss tut&#8217;s nur noch geben,<br />
Grau gibt es nicht mehr im Leben.</p>
<p style="text-align: right;">11/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=606&amp;md5=9c970df6b02e6b23361f1069858ac3b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gutenberg-Klammer und Copyright</title>
		<link>http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 18:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die „Gutenberg-Klammer“ bezeichnet die Erkenntnis, dass der Buchdruck eine Besonderheit, eine Ausnahmeerscheinung ist in der Geschichte der Menschheit. Vor der Gutenberg-Klammer wurde Information mündlich weiter gegeben. Sie hat sich bei der Weitergabe verändert und weiter entwickelt. Information war also nichts statisches, sie wurde als Prozess verstanden, nicht als Produkt. Information war nicht denkbar ohne den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die „Gutenberg-Klammer“ bezeichnet die Erkenntnis, dass der Buchdruck eine Besonderheit, eine Ausnahmeerscheinung ist in der Geschichte der Menschheit.</p>
<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/i-nformation.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-599" title="i-nformation" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/i-nformation-300x298.jpg" width="300" height="298" /></a>Vor der Gutenberg-Klammer wurde Information mündlich weiter gegeben. Sie hat sich bei der Weitergabe verändert und weiter entwickelt. Information war also nichts statisches, sie wurde als Prozess verstanden, nicht als Produkt. Information war nicht denkbar ohne den Kontext des Erzählers und der Zuhörer. Entsprechend gab es auch kein Gefühl von Eigentum dabei, denn die Information wurde im Prozess der Wiedergabe jedes Mal aufbereitet für die konkrete Situation und die aktuellen Zuhörer.</p>
<p>Nach der Erfindung des Buchdruckes durch Gutenberg wurde Information zunehmend als Produkt wahrgenommen und es entstand ein Gefühl von Besitz. Das hing damit zusammen, dass mit dem Buchdruck ein neues ökonomisches Modell eingeführt werden musste. Vor Gutenberg wurden Bücher von Kopisten von Hand kopiert. Wer also ein Buch wollte, der hat einem Kopisten Geld gegeben, damit er das Buch abschreibt. Für den Buchdruck hingegen war dieses Modell nicht mehr tauglich. Jetzt war Kapital nötig, bevor man einen einzigen Käufer für ein Werk hatte. Dieses Risikokapital musste anschliessend wieder eingespielt werden. Der Buchdrucker (und nicht der Autor eines Werkes!) hatte also ein Interesse daran, dass der Inhalt des von ihm gedruckten Buches geschützt werden konnte, weil die Verbreitung der Information kapitalintensiv war.</p>
<p>Auch wurde Information wegen des Buchdruckes zunehmend linear, eben Zeile für Zeile wahrgenommen. Wenn man Information liest sind keine Rückfragen an den Erzähler möglich.</p>
<p>Gegenwärtig befinden wir uns im Ausgang aus der Gutenberg-Klammer. Information wird zunehmen wieder zum Prozess, die Produkt-Eigenschaften treten in den Hintergrund. Information wird von Klick zu Klick weiter gegeben und unterwegs verändert. Man nennt das mash-up. Information ist nicht mehr linear, sondern vernetzt. Auch deswegen nimmt das Bewusstsein von Besitz ab. Im Internet fliesst Information, sie ist nicht mehr statisch Man könnte fast den Eindruck bekommen, als würde Information wieder in ihren Ur-Zustand versetzt, den sie all die Jahrhunderte und Jahrtausende vor dem Buchdruck hatte. Nur dass sie diesmal viel schneller und global fliesst.</p>
<p>Und wie schon zu Beginn der Gutenberg-Klammer hinkt auch diesmal das Gesetzt den tatsächlichen Gegebenheiten hinterher. 1450 hat Gutenberg sein erstes Werk gedruckt. Man geht davon aus, dass es sich dabei um die Lateinische Grammatik von Donatus handelte. Die Geschichte Gutenbergs ist sehr schön beschrieben in der Kindle-Single von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B007EI62I0/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B007EI62I0%22" target="_blank">Jeff Jarvis, Gutenberg the Geek</a>.</p>
<p>Im deutschsprachigen Raum gab es erst 450 Jahre später, zu Beginn des 19. Jahrhunderts Urheberrechtsgesetze, nachdem naturrechtliche Philosophen im ausgehenden 18. Jahrhundert die philosophischen Grundlagen für die Idee des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geistiges_Eigentum" target="_blank">geistigen Eigentums</a> entwickelt hatten.</p>
<p>Im Ausgang aus der Gutenberg-Klammer bleibt dem Reicht nicht mehr so viel Zeit, sich anzupassen. Gelebte Wirklichkeit und rechtlicher Rahmenbedingungen klaffen schon jetzt sehr weit auseinander. Nicht nur kann das geltende Recht im Bereich der Urheberrechtsgesetzgebung nicht mehr angemessen durchgesetzt werden (das alleine würde auch niemals ausreichen), sondern empfindet die Gesellschaft rechtlich verpönte Handlungen nicht nur als erlaubt, sondern geradezu als zwischenmenschliche Pflicht! Wenn mich ein Kollege bittet, ein eBook, eine CD oder einen Film zu kopieren gibt es einfach keinen Grund, das nicht zu tun. Es kostet mich nichts, braucht fast keine Zeit und teilen ist schliesslich eine Tugend. Dieses Dilemma zwischen gelebter und rechtlicher Wirklichkeit muss aufgehoben werden. Und das geht vernünftigerweise nur, wenn sich das Recht anpasst.</p>
<p>Im Ausgang aus der Gutenberg’schen Klammer ist also der Gesetzgeber gefordert, der Information zum freien Fluss zu verhelfen, den sie schon immer genoss. Ausser in der verhältnismässig kurzen Zeit innerhalb der Gutenberg-Klammer.</p>
<p style="text-align: center;">Gutenberg hat ihn erfunden,<br />
Bald ist wieder er verschwunden,<br />
Denn der Buchdruck, welch ein Jammer,<br />
Ist historisch bloss ne Klammer.</p>
<p style="text-align: right;">10/52</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=596&amp;md5=c681bd1ea427d0fb904aec18213eeda5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Postkartenfranz</title>
		<link>http://blog.markdot.com/postkartenfranz/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Sep 2012 13:14:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[social]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Gestern war ein Paket in meinem Briefkasten, ein Buch. Ich wusste schon gar nicht mehr, dass ich diesen Bildband bestellt hatte. In unserer durchdigitalisierten Welt überkommt mich immer ein ganz besonderes Hochgefühl, wenn statt bloss die Mailbox auch mal der richtige Briefkasten mit etwas gefüllt wird, auf das ich mich freute. Statt Ferien-SMS und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Gestern war ein Paket in meinem Briefkasten, ein Buch. Ich wusste schon gar nicht mehr, dass ich diesen Bildband bestellt hatte. In unserer durchdigitalisierten Welt überkommt mich immer ein ganz besonderes Hochgefühl, wenn statt bloss die Mailbox auch mal der richtige Briefkasten mit etwas gefüllt wird, auf das ich mich freute.</p>
<p><span style="font-size: 20px;"><strong>Statt Ferien-SMS und Mailflut handfeste Post in der Anfass-Welt.</strong></span></p>
<p>Der Mangel an richtiger Post im richtigen Briefkasten erklärt einen guten Teil des Erfolges von Versandhäusern wie Amazon oder Zalando. Man kann sich dort Briefkastenfüllungen kaufen. Leider ist das eine Ersatzbefriedigung. All das Zeug, das man sich unnötigerweise bestellt, macht nicht glücklich. Es verschafft einem bloss einen kurzen Rausch im Moment des Öffnens – und einen Kater, wenn dann die Rechnung kommt.</p>
<p>Zudem werden all die tollen Dinge simple Staubablagen – mein ungelesenes Bücherregal kann ein Lied davon singen. Und ich bin sicher, etliche ungetragene Schuhschränke könnten einstimmen.</p>
<p>Und schliesslich sind diese Pakete im Briefkasten seelenlose Massensendungen und nicht persönliche, liebevoll eingepackte Pakete. Also auch hier nur ein billiger Ersatz.</p>
<div id="attachment_902" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.100-days.net/de/projekt/postkartenabo-ch/project"><img class=" wp-image-902" title="Postkarte" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/09/Postkarte1-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Postkartenfranz</p></div>
<p>Wem das nicht mehr genügt, für den gibt es jetzt eine geniale, grossartige und persönliche Alternative: Postkarten, wie in der guten alten Zeit. Handverlesen, handgeschrieben und persönlich zum Briefkasten getragen vom Postkartenfranz. Wenn man sie hochkant aufstellt oder an den Kühlschrank pinnt, bieten sie auch fast keine Staubflächen. Und sie erinnern daran, dass jemand an einen dachte.</p>
<p>Dieser Jemand heisst Claudio Zemp und ist passionierter <a href="http://www.schreibgarten.ch/" target="_blank">Schreibkünstler</a>. Er versteckt sich schon seit Jahren hinter dem Pseudonym von Postkartenfranz und schreibt regelmässig Ansichtskarten &#8211; allerdings bis jetzt bloss auf einer (sehr besuchenswerten!)  <a href="http://postkartenfranz.twoday.net/" target="_blank">Webseite</a>!</p>
<p>Neu kann man die Karten von Franz auch in echt erhalten, sogar im Abo. Wer ein Postkartenabo abschliesst, kriegt jeden Monat einen Gruss mit einem schönen Bild von irgendwoher auf der Welt. Dieses einmalige Angebot kann man sich über die Crowdfunding-Platttform <a href="http://www.100-days.net/de/projekt/postkartenabo-ch/project" target="_blank">100-days.net</a> sichern. Das hat den Vorteil, dass die Zeit der Vorfreude massiv verlängert wird: Erst wenn sich genügend sogenannte <em>Booster</em> gefunden haben, kommt das Projekt zustande. Bis Mitte Dezember 2012 kann man noch boosten &#8211; so eignet sich das Postkartenabo auch als Weihnachtsgeschenk.</p>
<p>Persönliche, witzige und handfeste <a href="http://www.100-days.net/de/projekt/postkartenabo-ch/project" target="_blank">Postkartengrüsse im Abo</a> &#8211; der günstige Weg, um neben all der elektronischen Post auch mal welche in der Anfass-Welt zu erhalten.</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=890&amp;md5=8e33559bc93004afc6091ea4d24004a6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leute, checkt die Wurst!</title>
		<link>http://blog.markdot.com/leute-checkt-die-wurst/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Sep 2012 09:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Oktober erscheint es also zum zwölften Mal: Das Wörterbuch der Jugendsprache. PONS hat damit 2001 einen Selbstläufer mit einem so genialen Konzept erfunden, dass es sich lohnt, einen zweiten Blick drauf zu werfen. Es funktioniert wie ein Perpetuum mobile und braucht die Kombination dreier Faktoren: Jugendsprache, Jugendkult und ein Buchverlag. Beginnen wir mit der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_887" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.pons.de/deutsch/grammatik_u_wortschatz/unterhaltung/3-12-010082-X/"><img class="size-medium wp-image-887" title="PONS2" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/09/PONS2-300x227.jpg" width="300" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">(C) PONS.DE</p></div>
<p>Im Oktober erscheint es also zum zwölften Mal: Das Wörterbuch der Jugendsprache. PONS hat damit 2001 einen Selbstläufer mit einem so genialen Konzept erfunden, dass es sich lohnt, einen zweiten Blick drauf zu werfen. Es funktioniert wie ein Perpetuum mobile und braucht die Kombination dreier Faktoren: Jugendsprache, Jugendkult und ein Buchverlag.</p>
<p>Beginnen wir mit der <em>Jugendsprache</em>. Sie entsteht von selber als pickelige Notwendigkeit zickiger Pubertierender. Früher, das heisst vor dem PONS Wörterbuch, ging die Entwicklung der Jugendsprache langsam vonstatten. Erinnern sie sich noch an den Durchzug des Wortes „geil“ – wie sich da eine ganze Elterngeneration standhaft gegen die Verwendung dieses Wortes gestemmt hat? Und wie eine komplette Generation Pubertierender dieses Wort genau deshalb geliebt und bei jeder sich bietenden Gelegenheit verwendet hat?</p>
<p>Irgendwann ist dann „geil“ in den allgemeinen Gebrauch übergegangen. Schuld daran war der <em>Jugendkult</em>. Jung sein gilt in unserer Gesellschaft als cool, sexuell attraktiv und damit erstrebenswert. Je älter man wird, desto jünger möchte man wirken. Es gibt einen kulturell bedingten Drang Nicht-mehr-Jugendlicher, möglichst jung zu wirken. Um jung zu wirken gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten. Die Sprache ist eine eher einfachere Methode, früher musste man dazu bloss alle positiven Adjektive durch „geil“ ersetzen – und damit auch nicht aufhören, nachdem man selber Kinder hatte.</p>
<p>Diesen Mechanismus erkannte der <em>Buchverlag</em> PONS Ende der 1990er Jahre. Aber nur ein Wort pro Generation war noch kein Geschäftsmodell. Also musste der Verlag den ganzen Prozess beschleunigen. Als erstes wurden die Jugendlichen aufgefordert, neue Wörter einzusenden. Ein ganz fieser Trick, der den Drang Jugendlicher nach Aufmerksamkeit schamlos ausnutzt. Sobald genug Wörter für ein Buch zusammen waren, wurden sie als Wörterbuch der Jugendsprache gedruckt. Da es ein wiederkehrendes Produkt werden sollte, kam noch das Jahr des Erscheinens in den Titel: Wörterbuch der Jugendsprache 2001.</p>
<p>Das Wort „Jugendsprache“ brachte nun all die Ex-Jugendlichen, die gerne wieder jung wären, dazu, dieses Machwerk zu kaufen. Und die Jahreszahl hat die Noch-Jugendlichen davon abgehalten, die in diesem Buch gedruckten Wörter ab diesem Datum weiter zu benutzen. Da gedruckte Wörter in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen, bestand nämlich Gefahr, dass sie auch von den Eltern benutzt werden könnten. Und damit waren all diese 1&#8217;500 Wörter als Jugendsprache per sofort unbrauchbar.</p>
<p>Und hier nun kommt das Perpetuum mobile in Schwung: dem erwähnten psycho-biologischen Drang folgend mussten die Jugendlichen sodann eifrigst neue Wörter erfinden, um sich damit gegen die Elterngeneration zu behaupten. Dem Drang nach Aufmerksamkeit folgend haben sie diese Wörter dann umgehend dem PONS-Verlag gemeldet. Und dieser druckte im folgenden Jahr daraus flugs ein neues Wörterbuch.</p>
<p>Seit da läuft die Masche zuverlässig und wie von selber, Jahr für Jahr. Auf Produzentenseite wird dieses Perpetuum mobile getrieben vom Drang nach Abgrenzung der Pubertierenden. Und das Gegenstück auf Konsumentenseite ist der kulturelle Drang nach Jugendlichkeit der Ex-Jugendlichen.</p>
<p>Eine geile Sache, würde man meinen. Doch wer bei „geil“ stehen geblieben ist, der sollte sich das neue Wörterbuch unbedingt beschaffen, um weiterhin sexuell attraktiv zu blieben. Also Leute, checkt die Wurst!</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=883&amp;md5=2a6c85351bac2649944ec3fe68dd4bb1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ueli Steck: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen</title>
		<link>http://blog.markdot.com/ueli-steck-es-ist-noch-kein-meister-vom-himmel-gefallen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 21:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Verbesserung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eigernordwand ist 1&#8217;650 Meter hoch. Wenn Ueli Steck beim letzten Griff daneben greift, ist er 18 Sekunden später wieder dort, wo er 2 Stunden und 47 Minuten vorher angefangen hat. Aber solche Gedanken kennt Ueli Steck nicht. Der Profibergsteiger und -kletterer weiss, was er kann. Er ist ein Meister seines Fachs. Sein zweiter und bis [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/07/Eiger.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-871" title="Eiger" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/07/Eiger-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Die Eigernordwand ist 1&#8217;650 Meter hoch. Wenn <a href="http://www.uelisteck.ch/" target="_blank">Ueli Steck</a> beim letzten Griff daneben greift, ist er 18 Sekunden später wieder dort, wo er 2 Stunden und 47 Minuten vorher angefangen hat. Aber solche Gedanken kennt Ueli Steck nicht. Der Profibergsteiger und -kletterer weiss, was er kann. Er ist ein Meister seines Fachs.</p>
<p>Sein zweiter und bis heute gültiger Speed Rekord in der Eigernordwand 2008 ist minutiös vorbereitet: Achtzehnjährig durchklettert er die Wand zum ersten Mal und mehr als 20 weitere Male bis zum ersten Rekordversuch 2007. Da er weiss, dass er die erzielten 3 Stunden und 54 Minuten unterbieten kann, übt er weiter: Er trainiert Ausdauer und geht immer wieder in die Wand um die Stellen zu untersuchen, die ihn Zeit gekostet hatten. Er studiert neue Bewegungsabläufe ein, die ohne Seilsicherung möglich sind. Das ist harte, intensive Arbeit, aber Übung macht den Meister. Dank dieser Übung sieht seine Kletterei dermassen leicht und einfach aus (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=2Vx7GKAUDC0&amp;feature=related" target="_blank">Video</a>) und lässt die jahrelange Vorbereitung vergessen.</p>
<p>Aber auch der Speed Rekord am Eiger war bloss eine Übung. Denn dieses Jahr hat Ueli Steck den Himalaya in Rekordzeit und ohne Sauerstoff bezwungen.</p>
<p>Ueli Steck ist ein Meister und überlegt sich nicht, was wäre, wenn er daneben treten würde. Er zeigt uns die zweite und gerne vergessene Bedeutung des Sprichworts: Ein Meister fällt nicht vom Himmel!</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=865&amp;md5=c71325ef1143acb4e7a17136f1569183" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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