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	<title>Mark. Alder &#187; Verbesserung</title>
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	<description>Reden - und über&#039;s Reden reden</description>
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		<title>Mark. Alder</title>
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	<itunes:author>Mark. Alder</itunes:author>
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		<title>Gedanken zum Gedicht</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Oct 2013 19:57:11 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Heutzutage liest man keine Gedichte mehr. Man braucht sie einfach nicht mehr. Sie sind ein Opfer des Fortschrittes geworden. Alle Gedicht-Einsatzgebiete sind heute durch effizientere Methoden ersetzt worden. Schauen wir uns zum Beispiel den Merkvers an. Über lange Jahrhunderte und Jahrtausende, als die Schrift noch nicht erfunden war oder noch nicht allgemein gebräuchlich, war der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Gedicht.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-621" title="Gedicht" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/03/Gedicht-300x300.jpg" width="300" height="300" /></a>Heutzutage liest man keine Gedichte mehr. Man braucht sie einfach nicht mehr. Sie sind ein Opfer des Fortschrittes geworden. Alle Gedicht-Einsatzgebiete sind heute durch effizientere Methoden ersetzt worden.</p>
<p>Schauen wir uns zum Beispiel den Merkvers an. Über lange Jahrhunderte und Jahrtausende, als die Schrift noch nicht erfunden war oder noch nicht allgemein gebräuchlich, war der Merkvers die beste Möglichkeit, etwas über längere Zeit im Gedächtnis behalten zu können. Hier als Beispiel so ein Merkvers für Politiker:</p>
<p style="text-align: center;">Der Mensch merkt auf, wenn einer spricht<br />
und ihn mit gutem Wort besticht.<br />
Drum rede klar und schwafle nicht,<br />
so gibt das deiner Red&#8216; Gewicht.</p>
<p>An diesem Beispiel sieht man einerseits, dass es bedauerlich ist, dass es keine Merkverse mehr gibt. Andererseits ist aber auch klar, dass man sich (gerade als Politiker) nicht alles merken kann, was man sagt &#8211; und das oft auch gar nicht will. Darum:</p>
<p style="text-align: center;">Sich alles merken wär’ vermessen,<br />
Es braucht zum Wissen das Vergessen.<br />
Es löschen geht nicht, trotz anstrengen,<br />
Was höchstens geht ist das Verdrängen.</p>
<p>Und wenn man doch mal dringend was wissen muss, hat man ja Google und Wikipedia. Unser Gedächtnis ist also ausgelagert.</p>
<p>Auch andere traditionelle Anwendungsfälle des Gedichtes sind hinfällig geworden. So brauchen wir keine Kinderreime mehr, denn die Kinder sind mit TV und Smartphone beschäftigt. Und wenn sie mal gerade nicht Angry Birds auf dem Mobiltelefon spielen, dann sind sie damit beschäftigt, den Erziehungsberechtigten aus dem Zeitalter der Gedichte die Funktionsweise dieser Geräte zu erklären.</p>
<p>Auch Trinksprüche und Lebensweisheiten müssen nicht mehr gereimt werden. Die Trinker vergessen sie eh immer wieder und Lebensweisheiten vermittelt uns die Werbung.</p>
<p>Auch die Literatur, einst Heimat von Balladen und Sonetten, hat sich vom Endreim verabschiedet und findet, infolge fehlender Unterstützung durch die Buchpreisbindung, wie einige sagen würden, ihre Erfüllung in Thrillern und Krimis.</p>
<p>Eine einzige Bastion hält sich tapfer, das soll nicht unerwähnt bleiben, auch wenn es sich dabei um gesungene Reime handelt: Die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=A8rIU8lCj3M" target="_blank">Schnitzelbänke</a>, insbesondere der Basler Fasnacht.</p>
<p>Das Fazit aber bleibt trotzdem bestehen: Das Gedicht ist verdrängt, ersetzt und abgelöst. Und ich finde das gut. Es war höchste Zeit für eine Veränderung nach Jahrtausenden unnötiger Merkverse, peinlicher Trinksprüche und alberner Kinderreime. Endlich ist im jungen 21. Jahrhundert das Gedicht befreit von uralten Zwängen und Konventionen und kann sich in neue Bereiche vorwagen, neue Medien und Verbreitungsmöglichkeiten nutzen und damit neue Leserkreise erschliessen. Der Regelbruch als Aufbruch:</p>
<p style="text-align: center;">Es gibt Regeln, Konventionen,<br />
Sie befolgen tut nicht lohnen:<br />
Wenn man diese Regeln bricht,<br />
bringt das weiter das Gedicht.</p>
<p style="text-align: right;">12/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=616&amp;md5=001f7f3b5b375f475aa112bd108909d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Füllfeder zur Computermaus</title>
		<link>http://blog.markdot.com/von-der-f%c3%bcllfeder-zur-computermaus/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 18:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Information wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte unterschiedlich transportiert. In grauer Vorzeit war alle Information mündlich. Der Mensch lebte im akustischen Raum. Mit der Erfindung der Schrift, mit dem Federkiel, änderte sich das. Die Welt wurde visuell und Wissen war plötzlich auch dem Auge zugänglich. Man konnte Information ausserhalb des Kopfes aufbewahren. In dieser Zeit existierten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/04/Maus-und-Feder.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-626" title="Maus und Feder" alt="" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/04/Maus-und-Feder-300x298.jpg" width="300" height="298" /></a>Information wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte unterschiedlich transportiert. In grauer Vorzeit war alle Information mündlich. Der Mensch lebte im akustischen Raum.</p>
<p>Mit der Erfindung der Schrift, mit dem Federkiel, änderte sich das. Die Welt wurde visuell und Wissen war plötzlich auch dem Auge zugänglich. Man konnte Information ausserhalb des Kopfes aufbewahren. In dieser Zeit existierten jedoch die mündliche und die schriftliche Übermittlung von Information parallel nebeneinander.</p>
<p>Die Füllfeder wurde abgelöst durch den Buchdruck, welcher die Visualisierung verschärfte. Während der sogenannten <a href="http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/">Gutenberg-Klammer</a>, also nach Erfindung des Buchdruckes, wurde dann die orale Übermittlung von Wissen im grossen Stil von der visuellen abgelöst. Information war nun primär schriftlich.</p>
<p>Schrift aber ist zuerst einmal seriell. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Seite für Seite, ja Buch für Buch eignen wir uns das Wissen an. Wissen wird einer Schnur gleich erworben, auf die Perle um Perle aufgefädelt wird.</p>
<p>Gedruckte Schrift ist auch universell. Alle lesen dasselbe. Und Wissen wird durch den Buchdruck zunehmend als Produkt wahrgenommen. Wissen ist nicht mehr ein Prozess, ein Fluss, etwas, das sich fortlaufend weiter entwickelt. Wissen wird in dieser Zeit zu etwas, das man besitzt, etwas, das einem gehört.</p>
<p>Mit der Einführung des Computers verändert sich das wieder. Wissen ist nicht mehr seriell. Hypertext verhindert, dass ein Text von vorne bis hinten durchgelesen wird. Wir nehmen Information springend auf, wir hüpfen von Happen zu Happen. Wissen wird wieder zu einem <a href="http://blog.markdot.com/versionen-nicht-originale/%20http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/">Prozess</a>, ist nicht mehr Produkt. Damit erklären sich auch die gegenwärtigen Probleme mit dem Copyright im Internet (mehr dazu <a href="http://blog.markdot.com/gutenberg-klammer-und-copyright/">hier</a>).</p>
<p>Wissen ist auch nicht mehr universell. Jeder erschliesst sich das Wissen in einer anderen Reihenfolge, mit anderen Prioritäten und Gewichtungen. Wir sind also wieder im ursprünglichen akustischen Raum, den wir uns jetzt aber visuell erschliessen. Die Spirale hat sich einmal gedreht, wir sind eine Runde weiter gekommen. Von der Füllfeder zur Computermaus.</p>
<p>Spannend ist, dass die Wissenschaft, das Schulsystem und unser Denken noch im Füllfederzeitalter stecken. Es bleibt also spannend!</p>
<p style="text-align: center;">Die Bücher liest man linear.<br />
Doch Hypertext und Internet,<br />
Die sind, und das ist wunderbar,<br />
Vernetzt, verzahnt, verlinkt komplett!</p>
<p style="text-align: right;">13/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=625&amp;md5=73294d49359c1e453de80c5e68dc8ad1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ueli Steck: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 21:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Eigernordwand ist 1&#8217;650 Meter hoch. Wenn Ueli Steck beim letzten Griff daneben greift, ist er 18 Sekunden später wieder dort, wo er 2 Stunden und 47 Minuten vorher angefangen hat. Aber solche Gedanken kennt Ueli Steck nicht. Der Profibergsteiger und -kletterer weiss, was er kann. Er ist ein Meister seines Fachs. Sein zweiter und bis [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/07/Eiger.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-871" title="Eiger" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/07/Eiger-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Die Eigernordwand ist 1&#8217;650 Meter hoch. Wenn <a href="http://www.uelisteck.ch/" target="_blank">Ueli Steck</a> beim letzten Griff daneben greift, ist er 18 Sekunden später wieder dort, wo er 2 Stunden und 47 Minuten vorher angefangen hat. Aber solche Gedanken kennt Ueli Steck nicht. Der Profibergsteiger und -kletterer weiss, was er kann. Er ist ein Meister seines Fachs.</p>
<p>Sein zweiter und bis heute gültiger Speed Rekord in der Eigernordwand 2008 ist minutiös vorbereitet: Achtzehnjährig durchklettert er die Wand zum ersten Mal und mehr als 20 weitere Male bis zum ersten Rekordversuch 2007. Da er weiss, dass er die erzielten 3 Stunden und 54 Minuten unterbieten kann, übt er weiter: Er trainiert Ausdauer und geht immer wieder in die Wand um die Stellen zu untersuchen, die ihn Zeit gekostet hatten. Er studiert neue Bewegungsabläufe ein, die ohne Seilsicherung möglich sind. Das ist harte, intensive Arbeit, aber Übung macht den Meister. Dank dieser Übung sieht seine Kletterei dermassen leicht und einfach aus (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=2Vx7GKAUDC0&amp;feature=related" target="_blank">Video</a>) und lässt die jahrelange Vorbereitung vergessen.</p>
<p>Aber auch der Speed Rekord am Eiger war bloss eine Übung. Denn dieses Jahr hat Ueli Steck den Himalaya in Rekordzeit und ohne Sauerstoff bezwungen.</p>
<p>Ueli Steck ist ein Meister und überlegt sich nicht, was wäre, wenn er daneben treten würde. Er zeigt uns die zweite und gerne vergessene Bedeutung des Sprichworts: Ein Meister fällt nicht vom Himmel!</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=865&amp;md5=c71325ef1143acb4e7a17136f1569183" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die (mentale) Geschichte des Fliegens</title>
		<link>http://blog.markdot.com/die-mentale-geschichte-des-fliegens/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 19:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer kennt sie nicht: die Gebrüder Wright, Otto Lilienthal oder den berühmten Schneider von Ulm. Pioniere der Luftfahrt, deren Geschichte nach gängiger Vorstellung folgendermassen kurz zusammengefasst werden kann: Zu Beginn des 19. Jh. stürzte der Schneider von Ulm beim Versuch, über die Donau zu Fliegen, unter dem Gespött der Leute in den Fluss ab. 70 [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.philippkeusen.com/?p=931"><img class="alignleft size-medium wp-image-744" title="286365-traffic-" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/06/286365-traffic--300x298.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a>Wer kennt sie nicht: die Gebrüder Wright, Otto Lilienthal oder den berühmten Schneider von Ulm. Pioniere der Luftfahrt, deren Geschichte nach gängiger Vorstellung folgendermassen kurz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeug#Geschichte" target="_blank">zusammengefasst</a> werden kann:</p>
<p>Zu Beginn des 19. Jh. stürzte der Schneider von Ulm beim Versuch, über die Donau zu Fliegen, unter dem Gespött der Leute in den Fluss ab. 70 Jahre später brachte Otto Lilienthal einige lächerliche Hopser zustande.</p>
<p>Ende des 19. Jh., hundert Jahre oder vier Generationen nach dem Schneider von Ulm, schafften verschiedene Protagonisten Hüpfer von einigen Metern mit unterschiedlichen Techniken und unterschiedlicher Resonanz in der Bevölkerung. Teilweise gab es Augenzeugen, teilweise wurden die Anstrengungen sogar fotografiert.</p>
<p>Interessant aber ist, dass in dieser Zeit eine umfangreiche Theorie und Literatur zum Thema Flugzeug der Kategorie „schwerer als Luft“ herausbildete. Die Menschen begannen also sukzessive an eine theoretische Möglichkeit zu glauben, dass so etwas wie das Fliegen möglich sein könnte.</p>
<p>Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tipping-Point" target="_blank">Tipping-Point</a> erreicht: Nachdem die Gebrüder Wright 1903 den ersten gesteuerten Motorflug durchgeführt hatten, dauerte es nur bis 1909 um mit einem motorisierten Flugzeug den Ärmelkanal zu überqueren. 1919 schon gelingt der erste Nonstop-Flug über den Atlantik. Und heute überzieht ein dichtes Netzt von Flugstrassen unseren Planeten und das Fliegen ist ein ganz selbstverständlicher Teil unseres täglichen Lebens geworden.</p>
<p>Einerseits ist es erstaunlich, in wie kurzer Zeit der Traum vom Fliegen schliesslich verwirklicht wurde: Es dauerte nur etwa 20 Jahre vom ersten motorisierten Hüpfer bis zum Nonstop-Flug über den Atlantik.</p>
<p>Andererseits ist das absolut verblüffende daran jedoch, wie lange es gedauert hat, denn der Traum des Fliegens ist sehr alt – fast ebenso alt wie die Naturgesetze, die das Fliegen ermöglichen!</p>
<p>Man denke an die griechische Mythologie und die Geschichte von Dädalus und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daidalos#Daidalos_und_Ikaros" target="_blank">Ikarus</a> &#8211; schon damals also träumten die Menschen vom Fliegen. Aber genau solche Überlieferungen und Geschichten sind auch das Problem, denn mit ihnen  wurde im kollektiven Bewusstsein die Idee festgesetzt, dass Fliegen nicht möglich ist und der Versuch dazu die Götter erzürne. Ikarus flog im Übermut zu nahe an die Sonne, seine wächsernen Flügel schmolzen und er stürzte ab.</p>
<p><em>Der kollektive Referenzrahmen sah das Fliegen nicht vor.</em> Es war also immer ein mentales Problem und kein technisches – wenigstens nicht primär! Mit dieser Erkenntnis lässt sich einiges erklären! Man hat beispielsweise 1986 zweifelsfrei nachgewiesen, dass der Flugapparat des Schneiders von Ulm aus dem Jahre 1811 absolut flugtauglich gewesen wäre! Aber die damalige Zeit war nicht bereit dafür, das kollektive Bewusstsein, welches den Referenzrahmen schafft, lehnte die Möglichkeit des Fliegens ab. Darum konnte der Versuch des Schneiders von Ulm nicht gelingen.</p>
<p>Es gab (und gibt!) immer Leute, die nicht so dachten wie alle anderen. Es gab Menschen, die an die Möglichkeit des Fliegens glaubten und daran arbeiteten. Solche Menschen mussten mental stark und eigenständig sein und sich einen eigenen Referenzrahmen schaffen.</p>
<p>Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts schafften es die Gebrüder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heissluftballon#Geschichte" target="_blank">Montgolfier</a>, einen Heissluftballon zu konstruieren. Sie kamen drauf, weil sie beobachtet hatten, dass Rauch aufsteigt. So konnten 1783 stieg der erste bemannte Heissluftballon in den Himmel. Mit dieser Erkenntnis hat sich die Idee des Fliegens Schritt für Schritt im kollektiven Bewusstsein der Menschheit einzunisten begonnen. Der kollektive Referenzrahmen begann sich also langsam zu verschieben.</p>
<p>Es fällt auf, dass sowohl die Montgolfieres als auch die Wrights Brüder waren. Das ist deshalb bezeichnend, weil zwischen Geschwistern oftmals ein sehr enges Verhältnis besteht, welches offenbar in der Lage ist, sich einen eigenen Referenzrahmen zu schaffen.</p>
<p><em>Dieses System der schrittweisen Referenzrahmenverschiebung ist tief in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evolution#Fossile_.C3.9Cberlieferung" target="_blank">Evolution</a> verankert.</em> Denn das Fliegen haben ja nicht erst wir Menschen erfunden, sondern wir haben es von den Fischen gelernt! Das Leben ist im Meer entstanden (vor 4 Mia. Jahren), irgendwann hat sich der erste Fisch (entstanden vor 500 Mio. Jahren) an Land getraut (vor 400 Mio. Jahren) und etwas später auch in die Luft (vor 350 Mio. Jahren).</p>
<p>Der kollektive Referenzrahmen verschiebt sich immer noch weiter: Raumfahrt, bemannte Raumfahrt, Mondlandung, Raumstation, kommerzielle Raumfahrt, Besiedlung des Mondes und so weiter.</p>
<p style="text-align: center;">Technik braucht zum Funktionieren<br />
Menschen die experimentieren.<br />
Überdies, das ist zentral,<br />
Braucht&#8217;s Bereitschaft auch mental!</p>
<p style="text-align: right;">22/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=741&amp;md5=8dd833291942c34a9753f1e0c791a94a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was Erdbeer-Joghurt und das Internet gemeinsam haben</title>
		<link>http://blog.markdot.com/was-erdbeer-joghurt-und-das-internet-gemeinsam-haben/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 13:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich liebe Erdbeer-Joghurt. Aber sie einzukaufen macht mich regelmässig unglücklich. Das ist paradox, aber einfach zu erklären: In einem durchschnittlichen Supermarkt gibt es gut zwei Dutzend Sorten Erdbeer-Joghurt. Alle zu kaufen geht nicht, mehr als zwei oder drei Sorten machen normalerweise keinen Sinn. Also muss ich auf ungefähr 20 Sorten verzichten, was dramatisch mehr ist, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/04/Wasserauswahl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-671" title="Wasserauswahl" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/04/Wasserauswahl-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich liebe Erdbeer-Joghurt. Aber sie einzukaufen macht mich regelmässig unglücklich. Das ist paradox, aber einfach zu erklären: In einem durchschnittlichen Supermarkt gibt es gut zwei Dutzend Sorten Erdbeer-Joghurt. Alle zu kaufen geht nicht, mehr als zwei oder drei Sorten machen normalerweise keinen Sinn. Also muss ich auf ungefähr 20 Sorten verzichten, was dramatisch mehr ist, als was ich kaufe. Verzicht aber macht unglücklich – also macht mich Erdbeer-Joghurt einkaufen unglücklich! Zugegeben, Erdbeer-Joghurt ist ein Luxusprodukt. Aber schon der Kauf einer Flasche Wasser fordert massivsten Verzicht.</p>
<p>Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Es gibt bei uns nicht nur alles, sondern von allem viel. Ich glaube das ist der Grund, warum mich einkaufen regelmässig unglücklich macht. Bei jedem Einkauf werde ich zu zahlreichen Entscheidungen genötigt, deren Richtigkeit ich nicht überprüfen kann. Denn wenn ich schliesslich ein Erdbeer-Joghurt ausgewählt habe, wie kann ich sicher sein, dass ich tatsächlich die beste Wahl getroffen habe?</p>
<p>Natürlich könnte ich mich durch die zwei Dutzend Sorten durchprobieren, aber damit wäre erst mein Erdbeer-Joghurt-Problem gelöst. Diese Methode funktioniert im Internet nicht. Wenn man, wie das viele tun, beispielsweise die Ferien im World Wide Web bucht, fällt die Erdbeer-Joghurt-Strategie weg, denn alle Ferienangebote durchprobieren, das geht nun mal nicht. Das Angebot auf dem Internet ist zudem viel grösser als das Angebot an Erdbeer-Joghurts im Supermarkt, es ist sogar unüberschaubar gross.</p>
<p>Damit steigt das Potential, dass einem  das Internet unglücklich macht, denn jede Entscheidung ist ziemlich sicher nicht die perfekte. Die perfekte Entscheidung ist nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand zu treffen.</p>
<p>Weil die perfekte Entscheidung nicht möglich ist, macht es auch keinen Sinn, sie anzustreben. Diese Erkenntnis ist vor allem im Internet wichtig. So, wie wir uns abgewöhnen mussten, alles mitzubekommen, was auf Twitter läuft, so müssen wir uns auch abgewöhnen, eine perfekte Entscheidung treffen zu wollen. Nur so können wir wieder glücklich werden.</p>
<p>Als Faustregel gilt: <em>In dem Masse, wie dir die Entscheidung zwischen zwei (oder mehreren) Dingen schwerer fällt, in dem Masse wird sie auch unwichtiger.</em><em> </em>Diese Regel ist zentral, wenn man verhindern möchte, dass einem das Internet und unsere Welt im Allgemeinen unglücklich machen.</p>
<p>Vor dem Buchen der Ferien überlege ich mir also, was mir wirklich wichtig ist. Für den letzten Strandurlaub, den ich vor allem lesender Weise verbringen wollte, war es mir wichtig, nicht von Kindern um die nötige Ruhe gebracht zu werden. Nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen Kinder hätte, im Gegenteil. Es gibt aber einfach Situationen, wo wir uns gegenseitig stören, Kinder und ich. Zum Beispiel dann, wenn ich lesen möchte, die Kinder aber nicht. Ich habe mir also Hotels sortiert nach der Bewertung beim Stichwort „Kinderfreundlichkeit“ anzeigen lassen, beginnend bei der tiefsten Bewertung. Dann habe ich mir das Angebot von oben beginnend durchgeschaut, und das erste, das zudem im kulinarischen Bereich gute Bewertungen hatte (mein zweites Kriterium) und das ich mir leisten konnte, habe ich gebucht. All die anderen Möglichkeiten habe ich einfach ausgeblendet. Wie hätte ich auch entscheiden sollen, ob mir eine  Minigolfanlage wichtiger ist als ein klimatisierter Tennisplatz, ob ich mich für Erlebnisduschen oder eine Roof-Top-Bar entscheiden soll, für täglich wechselnde Ausflugsangebote oder die Möglichkeit Fahrräder, Schnellboote, Rollschuhe oder Unterwasserhelikopter zu mieten? Ich habe also keine perfekte Wahl getroffen, aber eine gute.</p>
<p>Und beim Erdbeer-Joghurt? Da ist es mich wichtig, dass Fruchtstückchen drin sind. Entsprechend lasse ich all die weiteren Kriterien (stichfest, fettreduziert, mit verdauungsförderndem Bifidus? Aus Waldbeeren gemacht, aus Beeren aus biologischem Anbau, aus Boden- oder Freilaufhaltung?) unberücksichtigt und nehme das erste Joghurt mit Fruchtstückchen, das mir in die Hände kommt, aus dem Gestell, lege es  in den Einkaufskorb und gehe weiter. Zum Beispiel zum Gestell mit Mineralwasser&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">Sich entscheiden ist oft schwer,<br />
Soll’s perfekt sein, noch viel mehr.<br />
Entscheid’ dich drum, und ist es gut,<br />
Ja, dann reicht das absolut!</p>
<p style="text-align: right;">16/52</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<ul>
<li>Barry Schwartz: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548368670/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3548368670" target="_blank">Anleitung zur Unzufriedenheit: Warum weniger glücklicher macht</a></li>
<li>Rolf Dobelli: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446426825/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446426825" target="_blank">Die Kunst des klaren Denkens</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=669&amp;md5=daa980840a9d7acac8ce209f8e2acd7a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Versionen, nicht Originale</title>
		<link>http://blog.markdot.com/versionen-nicht-originale/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 15:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein tiefer Blick, ein langer Kuss, eine heisse Nacht. Am andern Morgen beim Frühstück war es geschehen. Liebe Toastmasters, geschätzte Gäste, was da beim Frühstück geschehen war, das war ich: Sohn meine Vaters, von dem ich meine Frisur und den Humor geerbt habe, und meiner Mutter, die mir meine überragende Intelligenz und meine Bescheidenheit vererbt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Kiss.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-523" title="Kiss" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/Kiss-228x300.jpg" alt="" width="228" height="300" /></a>Ein tiefer Blick, ein langer Kuss, eine heisse Nacht. Am andern Morgen beim Frühstück war es geschehen. Liebe Toastmasters, geschätzte Gäste, was da beim Frühstück geschehen war, das war ich: Sohn meine Vaters, von dem ich meine Frisur und den Humor geerbt habe, und meiner Mutter, die mir meine überragende Intelligenz und meine Bescheidenheit vererbt hat. Allerdings ist „Erben“ ein falsches Wort, denn mein Vater hat seine Glatze noch und meine Mutter ihre Bescheidenheit auch. Richtiger wäre der Begriff „Kopieren“, ich bin eine Kopie meiner Eltern – jeder ist eine Kopie seiner Eltern.</p>
<p>Und ich habe es weit gebracht in meinem Leben, in manchen Bereichen weiter als meine Eltern. Wenn ich also weiter gekommen bin, so deshalb, weil ich auf den Schultern meiner Eltern stehe – anders gesagt: Wenn ich weiter gesehen habe, so deshalb weil ich auf den Schultern von Riesen stand. Wisst ihr, von wem dieser Satz ist? Er wird Isaac Newton zugeschrieben (Ende 17. Jh.). Aber: Vor ihm haben diese Metapher schon der englische Schriftsteller Robert Burton, der spanische Theologe Diego de Estella, der französische Philosoph Bernhard von Chartres und der römische Dichter Lucan verwendet. Angeblich geht die Metapher zurück auf den Mythos von Kedalion, der auf den Schultern des blinden Riesen Orion sass und ihn führte. (<a href="http://irights.info/index.php?q=node/34" target="_blank">mehr dazu</a>)</p>
<p>Ihr seht an diesen beiden einfachen Beispielen, dass unser ganzes Leben geprägt ist von Kopien: in der Biologie mit der menschlichen Fortpflanzung, im kulturellen Bereich von Redewendungen über Musik und Geschichten bis zur Wissenschaft, aber auch in der Technik, vom steinzeitlichen Faustkeil zum Raupenschaufelroboter</p>
<p>Und das Internet hat uns erst recht zu einer copy-paste-Gesellschaft gemacht. Es deckt die gesamte Breit von Kopien ab, von der reinen Vervielfältigung bis zur kreativen Adaption. Das Internet ist daher eine Kopiermaschine, aber auch ein globaler Mixer, der neue Kultur, neues Wissen, neue Ideen produziert. Aber spätestens im Internet beginnen die Probleme mit der Kopie, Stichwort Raubkopierer und Raubkopien. Auf dem Internet kann man ohne direkte Kosten identische Kopien herstellen – und diese gegebenenfalls weiter bearbeiten. Das ist rechtlich nicht unproblematisch. Obwohl es so einfach ist und jeder es macht, widerspricht das Kopieren von Inhalten auf dem Internet häufig der geltenden Rechtsordnung.</p>
<p>Irgendwie passt also das geltende Recht nicht zum Internet und dessen Umgang mit Kopien. Es ist veraltet und man ist sich einig, dass es den neuen Gegebenheiten angepasst werden muss. Nicht ganz einig ist man sich in der Frage, wie das zu geschehen habe.</p>
<p>Wer in der grossen weiten Welt etwas ändern will, der beginnt am besten bei sich selber. So kann man auch das Recht ändern, denn das Recht bildet die gesellschaftliche Realität ab, und wenn die sich ändert, dann ändert sich das Recht mit. Es braucht ein Umdenken. Als erstes müssen wir die Ehrfurcht vor dem Original ablegen. Wir müssen wegkommen von der schwarz-weiss-Unterscheidung Original-Kopie. Es gibt nicht DAS Original, es gibt bloss unterschiedliche Versionen, die mehr oder weniger originell sind. Nichts ist je fertig, alles ist Endpunkt und Anfangspunkt in einem, Original und Kopie.</p>
<p>So wie es beispielsweise Newtons Zitat es in Versionen gibt, wie wir gesehen haben. Meine Version lautet: Auf den Schultern der Eltern sieht man weiter. Kurz: Es gibt keine Originale, nur verschiedene Versionen!</p>
<p>Daraus folgt, dass es auch keine Original als Produkt geben kann, weil ja eben jedes Produkt bloss eine Version ist. Wertvoll ist nicht das Produkt, sondern der Entstehungsprozess der Versionen, die Produktion. Statt also ein willkürlich ausgewähltes Produkt ins Zentrum zu stellen, sollten wir uns auf die Produktion konzentrieren. Diesen Gedanken kann man auf dem Internet auch schon in die Tat umsetzen, beispielsweise mit <a href="http://www.kickstarter.com/" target="_blank">Kickstarter</a>.</p>
<p>Mit diesen Änderungen in unseren Köpfen können wir die Welt verändern, langsam, aber sicher und nachhaltig.</p>
<p>Es gibt keine Originale, nur Versionen. Man soll die Produktion wertschätzen, nicht das Produkt. Die Natur hat das schon lange gemerkt und kann uns da als Vorbild dienen. Schauen wir beispielsweise uns Menschen an: Das man selber bloss eine Version ist merkt man spätestens dann, wenn man sich genauer anschaut: es gab und gibt mich als Dreikäsehoch, Neunmalkluger Teenager, fünffacher Patenonkel, Sohn, potentieller Vater, Mitarbeiter, &#8230; Welches soll da das Original sein?</p>
<p>Und das mit der Produktion, die wir wertschätzen sollen, das praktizieren wir schon lange&#8230; naja, ihr wisst schon: Ein tiefer Blick, ein langer Kuss, eine heisse Nacht. &#8211;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Zu denken, was da sei von Wert,<br />
Sei das Produkt, das ist verkehrt!<br />
Das was jedoch verdient den Lohn,<br />
Das ist die Produktion.</p>
<p style="text-align: right;">3/52</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=517&amp;md5=6182972d9ea9514342431fbfa3bff9d0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>analoge Metatags</title>
		<link>http://blog.markdot.com/analoge-metatags/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 20:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ding]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Buch ist ein Informationsspeicher. Die Information wartet, als Buchstaben gedruckt, zu Sätzen, Abschnitten und Kapiteln gefügt darauf, vom Leser aufgenommen zu werden. Darin besteht der Sinn gedruckter Texte. Sie enthalten aber noch mehr Information, nämlich sogenannte Metainformation. Das sind beispielsweise die ISBN-Nummer, das Erscheinungsjahr und der Erscheinungsort, die Auflage, der Verlag, etc. Alle diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/altes-Buch.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-509" title="altes Buch" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2012/01/altes-Buch-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Ein Buch ist ein Informationsspeicher. Die Information wartet, als Buchstaben gedruckt, zu Sätzen, Abschnitten und Kapiteln gefügt darauf, vom Leser aufgenommen zu werden. Darin besteht der Sinn gedruckter Texte. Sie enthalten aber noch mehr Information, nämlich sogenannte Metainformation. Das sind beispielsweise die ISBN-Nummer, das Erscheinungsjahr und der Erscheinungsort, die Auflage, der Verlag, etc. Alle diese Metainformationen sind dem Buch in der Regel auf den ersten Seiten beigefügt. Soweit unterscheidet sich ein gedrucktes Buch nicht von einem elektronischen Buch. Auch einem eBook sind Metainformationen beigegeben über Erscheinungszeitpunkt, Ort, Autor, etc.</p>
<p>Bei Fotografien ist die reine Bildinformation (das was auf dem Bild drauf ist) bei analogen und digitalen Bildern vergleichbar. Im Gegensatz zur ausgedruckten Fotografie enthalten jedoch digitale Bilder viel mehr Metainformation. Nicht nur Entstehungszeitpunkt, häufig auf die Sekunde genau, sondern auch der Entstehungsort wird mittels GPS-Tag beigefügt. Weitere Tags wie verwendete Software und Hardware, sogar die Software- und Hardware-Einstellungen können der Bilddatei als Zusatzinformation beigefügt werden. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.</p>
<p>Die digitale Fotografie hat der analogen mittlerweile den Rang abgelaufen. Dies vor allem deshalb, weil die Vorteile digitaler Fotografie offensichtlich sind. Fotografieren mit digitalen Kameras ist einfacher und unmittelbarer. Einfacher, weil man dank Mobiltelefonen in der Regel immer eine Kamera dabei hat, die man ohne grosses Vorwissen bedienen kann. Und unmittelbarer, weil man nicht zuerst den Film entwickeln lassen muss, bis man die Fotos sieht. Aber auch die Metainformationen sind ein entscheidender Vorteil, weil sie ein anderes Erleben der Bilder ermöglichen.</p>
<p>Bei Büchern sind die Unterschiede von der gedruckten zur elektronischen Version nicht ganz so offensichtlich. Zumindest auf den ersten Blick nicht. Die Handhabung eines elektronischen und eines gedruckten Buch sind zwar unterschiedlich, Vorteile und Nachteile halten sich wohl die Waage. Die beigefügten Metainformationen sind vergleichbar – aber nur auf den ersten Blick. Titel, Autor, Erscheinungsort und –jahr, das kennen beiden Formen.</p>
<p>Auf den zweiten Blick aber zeigen sich wesentliche Unterschiede: Beim elektronischen Buch, wie bei allen elektronischen Texten, kann auch die Information als Metainformation genutzt werden. Dieser unschätzbare Vorteil bedeutet, dass ich einen elektronischen Text nach Wortfolgen durchsuchen kann. Bei Word- oder pdf-Texten sowie auf Webseiten macht man das normalerweise mit der Tastenkombination Ctrl + F. Das können gedruckte Texte nur sehr eingeschränkt bieten mit Stichwortregistern. Diese sind auf die wesentlichen Stichworte reduziert und Wortkombinationen sind selten, sonst würde das Stichwortregister den eigentlichen Text umfangmässig um ein Vielfaches übertreffen.</p>
<p>Auf der anderen Seite verfügen aber auch gedruckte Texte über Metainformation, welche ein elektronischer Text nicht hergibt. Ich rede vom „Zerlesungsfaktor“ eines Buches. Bücher, die oft zur Hand genommen werden, entwickeln eine „Patina“, bestehend aus Eselohren, einem geknickten Rücken, vielleicht vergilbten Seiten und weiteren Gebrauchsspuren. Ein zerlesenes Buch fällt auf den ersten Blick auf.</p>
<p>Vergleichbar ist das mit Fotos: Die Fotografie von der Liebsten, die im Geldbeutel mitgetragen wird, bekommt durch die Gebrauchsspuren Metainformationen mit, die eine starke gefühlsmässige Bindung erzeugen. Das Bild wird emotional immer wertvoller. Das kann ein digitales Bild, das im Album des Mobiltelefones aufbewahrt wird und auf jedes neue Gerät als erstes drauf kopiert wird, nicht bieten. Auch Schallplatten, Kassetten und auch CD’s erhalten durch den physischen Gebrauch mit den Jahren Metainformationen, die uns emotional an die Gegenstände binden.</p>
<p>Diese Art der Metainformation ist nicht quantifizierbar. Man kann sie nicht in Zahlen  ausdrücken wie ein Erstellungszeitpunkt (auf die Sekunde genau), ein Entstehungsort (mit GPS auf 5m genau), die exakte Anzahl Zeichen (mit oder ohne Leerschläge), die exakte Dauer des Liedes (wahlweise schon gespielte oder verbleibende Dauer).</p>
<p>Elektronischen Dateien fehlen solche <em>nicht quantifizierbaren Metainformationen</em>, die ich <em><strong>analoge Metatags</strong></em><span style="line-height: 24px;"> nenne</span>. Das erschwert eine emotionale Bindung mit elektronischen, also virtuellen Objekten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass künftige Benutzeroberflächen auch analoge Metatags enthalten, ein einfaches Beispiel könnten langsam verblassende Icons von Dateien sein. Damit würde eine emotionale Bindung nicht nur zu den Geräten, sondern auch direkt zu den darauf gespeicherten (bzw. via sie aus der Cloud zugänglichen) Daten ermöglicht.</p>
<p style="text-align: center;">Ein Buch ist mehr als seine Worte,<br />
Enthält auch Infos andrer Sorte:<br />
Denn hat man es einmal verloren,<br />
Vermisst man bloß die Eselohren.</p>
<p style="text-align: right;">(2/52)</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=508&amp;md5=e2cfb12b4a41d804d673071793fdd253" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Gamification meines Lebens &#8211; Teil 1: #apoemaday</title>
		<link>http://blog.markdot.com/die-gamification-meines-lebens-teil-1-apoemaday/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 21:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[gamification]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Verbesserung]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrem Buch Reality Is Broken: Why Games Make Us Better and How They Can Change the World – geht Jane McGonigal der Frage nach, warum Spiele so viel befriedigender sind als die Realität selber. McGonigal bezieht sich vor allem auf Computerspiele. Die Antworten, die sie findet, können aber ohne weiteres verallgemeinert werden. Schon ihre Definition [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1594202850/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1594202850">Reality Is Broken: Why Games Make Us Better and How They Can Change the World</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=idomethod-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1594202850" border="0" alt="" width="1" height="1" /> – geht Jane McGonigal der Frage nach, warum Spiele so viel befriedigender sind als die Realität selber. McGonigal bezieht sich vor allem auf Computerspiele. Die Antworten, die sie findet, können aber ohne weiteres verallgemeinert werden.</p>
<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/10/plastic.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-439" title="plastic" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/10/plastic-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Schon ihre <strong>Definition von Spiel </strong>ist sehr weit: Die Schlüsselelemente, die jedes Spiel haben muss, sind ein Ziel, Regeln, ein Feedback-System und die freiwillige Teilnahme.  Diese Punkte sind bei traditionellen Spielen einfach festzumachen. Bei Golf beispielsweise besteht das Ziel darin, mit möglichst wenig Schlägen ein Ball in mehrere Löcher nacheinander zu schlagen. Die Regeln legen fest, wie das zu geschehen hat, von wo aus man schlagen darf etc. Das Feedback-System ist sehr unmittelbar, man erfährt die Anzahl der Schläge sofort. Dass man Golf nicht spielen muss, versteht sich von selber.</p>
<p>Noch pointierter ist Bernard Suits mit seiner Definition eines Spieles: Ein Spiel ist der freiwillige Versuch, unnötige Hindernisse zu überwinden.  Bei Golf wäre es viel einfacher, den Ball in die Hand zu nehmen und so in die Löcher zu stopfen. Aber das Spiel sieht die „unnötigen Hindernisse“ vor, dass man den Ball nicht anfassen darf, sondern ihn mit einem spezielle Schläger schlagen muss, dass man möglichst weit weg vom Loch damit beginnen muss, und so weiter. Der Reiz des Spieles besteht eben gerade darin, dass man diese „unnötigen“ Regeln einhält. Wenn dann der Ball trotzdem eingelocht wird, ist das ungleich befriedigender, als wenn man ihn einfach mit der Hand ins Loch gelegt hätte – obwohl der Effekt am Ende der gleiche ist.</p>
<p>McGonigal kommt zum Ergebnis, dass die Realität, verglichen mit Spielen, viel zu einfach sei. Wenn man alles auf dem logischsten und effizientesten Weg erreicht, geht viel vom Reiz des Spielerischen verloren, und damit auch von der Befriedigung, die man daraus gewinnen kann. Vergleichen wir zwei Menschen auf dem Gipfel eines Berges. Der eine hat die effizienteste Möglichkeit gewählt auf den Berg zu kommen, er hat sich von einem Helikopter fliegen lassen. Der andere hingegen ist mühsam und beschwerlich zu Fuss hoch gestiegen. Er hat sich dieses Ziel freiwillig gesetzt und erhielt durch die zunehmend spektakulärer werdende Aussicht unmittelbares Feedback für seine Anstrengungen. Die Regeln sind denkbar einfach: keine fremden Hilfsmittel, nur Muskelkraft darf eingesetzt werden. Letztlich haben beide dasselbe Ziel erreicht: Sie sind auf dem Gipfel des Berges angekommen. Dass der Bergsteiger ein tieferes Zufriedenheitsgefühl hat als der Helikopterpassagier liegt auf der Hand.  Offenbar lassen sich die Spieldefinitionen von McGonigal und von Suits auch auf das Bergsteigen anwenden.</p>
<p>Die Vermutung liegt nahe, dass das Leben insgesamt diesen Definitionen folgen könnte. Diese These möchte ich, ausgehend von den Erkenntnissen von McGonigal, in meinem Leben umzusetzen versuchen.  Ihr erster <strong>Reparaturvorschlag für die Realität, der Fix # 1,</strong> sieht vor, uns herauszufordern, um unsere persönlichen Stärken besser einsetzen zu können. Diese Erkenntnis hat mir unmittelbar eingeleuchtet, als ich sie das erste Mal las.</p>
<p>Da ich nicht mein ganzes Leben auf einen Schlag dieser Erkenntnis unterordnen konnte und wollte, habe ich einen kleinen Teilbereich davon dazu ausersehen, diese Erkenntnis zu testen: Ich habe in den letzten vier Monaten jeden Tag einen Gedanken oder eine Idee oder eine kurze Geschichte in einem kurzen Gedicht festgehalten – soweit das Ziel.  Die Regeln sehen vor, dass täglich ein Gedicht verfasst werden muss, das vier oder fünf (bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Limerick_(Gedicht)" target="_blank">Limericks</a>) Zeilen mit Endreim haben soll, und das wenn immer möglich nicht mehr als 140 Zeichen haben sollte, so dass es gewittert werden kann. Das Feedback-System war zu Beginn nicht ganz klar. Ich ging davon aus, dass ich von den Lesern Feedback erhalten würde. Das war auch der Fall, allerdings in geringerem Masse als erwartet. Ich habe das Gedicht dann deshalb zusätzlich auch auf Facebook und dann auch auf Google Plus veröffentlicht. Das Feedback blieb auch so verhalten. Ich war also eigentlich davon ausgegangen, dass ich das Feedback brauchen würde, um motiviert zu bleiben. Es hat sich interessanterweise gezeigt, dass das gar nicht nötig ist: Die Überwindung des unnötigen Hindernisses, jeden Tag ein Gedicht zu verfassen, ist in sich befriedigend. Die intrinsische Motivation ist also viel grösser als ich erwartet hatte.</p>
<p>Letztlich ist das Verfassen eines Gedichtes nicht viel anders, als das Lösen von beispielsweise einem Sudoku. Wenn man das fertige Ergebnis vor sich sieht, dann ist das sehr befriedigend und erfreulich. Und eben auch motivierend. Und es ist immer noch befriedigend, weshalb mein Projekt #apoemaday (ein Gedicht pro Tag) unvermindert weiter läuft:</p>
<address style="padding-left: 30px;">Gedichte dichten, macht das Sinn?</address>
<address style="padding-left: 30px;">Ja, es bringt mir viel Gewinn!</address>
<address style="padding-left: 30px;">Ein selbst gestelltes Reimproblem</address>
<address style="padding-left: 30px;">zu lösen, das ist angenehm.</address>
<p>Die Gamification meines Lebens hat also gut angefangen. Und sie geht weiter…</p>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=430&amp;md5=bac11908befa09b8bf9d44a8f365503d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Von der Monotonisierung der Welt</title>
		<link>http://blog.markdot.com/von-der-monotonisierung-der-welt/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 13:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit?!]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Verbesserung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahre, trotz aller einzelnen Beglückungen: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in  den äusseren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema.“ „Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinandergeschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr Städte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahre, trotz aller einzelnen Beglückungen: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in  den äusseren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema.“</address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinandergeschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr Städte einander äusserlich ähnlich.“</address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-family: Georgia, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif; line-height: 19px; white-space: normal; font-size: 13px;">Diese Zitate stammen aus dem Aufsatz <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518014935?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518014935">Die Monotonisierung der Welt</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=idomethod-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518014935" border="0" alt="" width="1" height="1" /> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Zweig" target="_blank">Stefan Zweig</a>. Wer hat das nicht schon selber erlebt: Wo immer man hinkommt, Starbucks, McDonalds, H&amp;M, Nike, Coca Cola waren schon vor uns da. Und der Schluss ist naheliegend, dass sich diese äussere Monotonie auch nach innen wenden muss. Weil die Menschheit zunehmend gleichgeschaltet ist durch TV und Internet liegt es nahe, dass auch eine „Gleichartigkeit der Seelen“ entsteht. Zweig führt das vor allem darauf zurück, dass alle Welt zur gleichen Musik tanzt und den gleichen Sport treibt. Alles Individuelle werde zertanzt und zersportet. Dass sich die Körper immer ähnlicher werden, weil alle an den gleichen Fitnessgeräten die gleichen Muskeln trainieren, kann jeder selber beobachten (<a href="http://www.google.com/images?hl=en&amp;newwindow=1&amp;biw=1173&amp;bih=778&amp;tbs=isch:1&amp;sa=1&amp;q=sixpack&amp;aq=0&amp;aqi=g4g-s1g2g-s1g2&amp;aql=&amp;oq=sixp" target="_blank">Beispiel</a>).</span></p>
<p>Als Grund für diese Verflachung ortet Zweig eine Kraft, die nicht zu überwältigen sei:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Denn sie alle erfüllen das höchste Ideal des Durchschnittes: Vergnügen zu bieten, ohne Anstrengung zu fordern. … Wenn die Menschheit sich jetzt zunehmend verlangweiligt und monotonisiert, so geschieht ihr eigentlich nichts anderes, als was sie im Innersten will.“</address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/01/sail.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-258" title="sail" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2011/01/sail-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Wer nickt zu solchen Worten nicht innerlich und streckt seinen Zeigefinger in Gedanken schon aus, um auf all die anderen zu zeigen…</p>
<p>Was irritierend ist, ist die Tatsache, dass Zweig diesen so aktuell scheinenden Aufsatz schon 1925 geschrieben hat, vor bald 100 Jahren also. Das lässt zwei mögliche Schlüsse zu: Entweder ist die Monotonisierung der Welt etwas, was vor 100 Jahren ihren Anfang genommen hat und sich seither zunehmend verschlimmert und zugespitzt hat. Oder die Klage über die Monotonisierung der Welt vergleichbar mit derjenigen über die Jugend, die ja angeblich immer schlimmer wird. Wenn letzteres nämlich zuträfe, dann würde heute niemand mehr Kinder in die Welt setzen: Die Verrohung der Jugend nahm nämlich nicht erst vor 100 Jahren ihren Anfang. Nein,  die Griechen hatten offenbar schon vor 2‘500 Jahren damit zu kämpfen, wie folgendes Zitat von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates" target="_blank">Sokrates</a> belegt<sup class='footnote'><a href='#fn-242-1' id='fnref-242-1' onclick='return fdfootnote_show(242)'>1</a></sup>:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“</address>
<address style="padding-left: 90px; text-align: right;"></address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Kurzum, ich denke, dass die Klage über die Monotonisierung der Welt keine Tatsache ist, sondern dass es sich dabei um ein Problem der Wahrnehmung handelt. So wie sich offenbar bei allen Menschen die Wahrnehmung auf dem Weg vom jugendlichen ins Erwachsenenalter verschiebt, so ist auch unsere Wahrnehmung anderer Kulturen verzerrt.</p>
<p>So wie schwangere Frauen plötzlich überall andere Schwangere sehen und Männer mit Haarausfall schlagartig von Glatzköpfen umgeben scheinen, so sehen wir in fremden Städten auch zuerst das bekannte. So ist unsere Wahrnehmung eingestellt, wir sind trainiert darauf, Muster zu sehen.</p>
<p>Eingedenk dieser Tatsache finde ich Zweigs Vorschlag zur Rettung vor der Monotonisierung sehr befolgungswürdig:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">„Flucht, Flucht in uns selbst. Man kann nicht das individuelle in der Welt retten, man kann nur das Individuum verteidigen in sich selbst.“</address>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Wenn wir also das nächste Mal vor der Frage stehen, ob wir das neueste Gadget wirklich anschaffen, den letzten Modeschrei tragen oder unsere Ferien in der angesagtesten Destination verbringen sollen, dann hält Zweig einen ganz handfesten Rat bereit, der aktueller ist denn je:</p>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;">Nicht hochmütig wegsehen, nicht frech sich weghalten, sondern zusehen, zu erkennen suchen und dann wissend ablehnen, was uns nicht zugehört, und wissend erhalten, was uns notwendig erscheint.“</address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<address style="padding-left: 60px; text-align: right;"></address>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-242'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-242-1'>andere Quellen übersetzten dieses Zitat aus Platons Dialog &#8222;Der Staat&#8220; anders, beispielsweise so: Der Lehrer fürchtet und hätschelt seine Schüler, die Schüler fahren den Lehrern über die Nase und so auch ihren Erziehern. Und überhaupt spielen die jungen Leute die Rolle der alten und wetteifern mit ihnen in Wort und Tat, während Männer mit grauen Köpfen sich in die Gesellschaft der jungen Burschen herbeilassen <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-242-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=242&amp;md5=190b18d9e4659b2f1b900d608e12410a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Warum die Welt immer besser wird</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 20:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[markdot]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verbesserung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zeitungen und die Medien insgesamt sind voller schlechter Nachrichten. Es ist das reinste Füllhorn von Katastrophen, Unglücken, Un- und Überfällen, Missetaten und anderen schlechten Neuigkeiten, das sich Tag für Tag über einen ergiesst1. Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, dass  sich die Welt stetig verbessert. Und die eigenen Überzeugungen bestimmen ja weitgehend, was man [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/11/IMG_20101101_204756_edit0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-173" title="thumbs up" src="http://blog.markdot.com/wp-content/uploads/2010/11/IMG_20101101_204756_edit0-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Zeitungen und die Medien insgesamt sind voller schlechter Nachrichten. Es ist das reinste Füllhorn von Katastrophen, Unglücken, Un- und Überfällen, Missetaten und anderen schlechten Neuigkeiten, das sich Tag für Tag über einen ergiesst<sup class='footnote'><a href='#fn-172-1' id='fnref-172-1' onclick='return fdfootnote_show(172)'>1</a></sup>. Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, dass  sich die Welt stetig verbessert. Und die eigenen Überzeugungen bestimmen ja weitgehend, was man von der Welt wahrnimmt.<sup class='footnote'><a href='#fn-172-2' id='fnref-172-2' onclick='return fdfootnote_show(172)'>2</a></sup> So ist es nicht erstaunlich, dass ich immer wieder Belege für meine Überzeugung finde.  Einen ganz starken Beleg habe ich im neuen Buch von Kevin Kelly gefunden<sup class='footnote'><a href='#fn-172-3' id='fnref-172-3' onclick='return fdfootnote_show(172)'>3</a></sup>. Er findet fünf Bereiche, in denen er den Trend zum Besseren, den positiven Fortschritt, belegt:</p>
<p><strong>1. Der seit langer Zeit kontinuierliche Anstieg der Lebensdauer, Gesundheit, des Wohlstandes und der Ausbildung eines durchschnittlichen Menschen.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Dieser Bereich ist ein offensichtliches Indiz für die stetige Verbesserung der Welt. Die Lebenserwartung wird von Generation zu Generation grösser, die Menschen sind immer gesünder, die Bildung steigt und auch der Wohlstand. Natürlich gibt es regionale Rückschläge wegen Krieg oder Naturkatastrophen, aber die Langzeit-Kurve steigt seit hunderten und tausenden von Jahren stetig und messbar.</em></p>
<p><strong>2. Die Masse an offensichtlich positiver technologischer Entwicklung, die wir alle während unseres Lebens beobachten konnten und können.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Für diesen Punkt braucht es nicht viel Überzeugungsarbeit. Jeder von uns kann das beobachten, oder wer reitet noch auf einem Pferd und benutzt eine Schreibmaschine?</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der indische Ingenieur R.A. Mashelkar ist ein sehr schönes Beispiel für die technologische Entwicklung. In Indien brauche es, so stellt er fest, vor allem „more for less for more and more“ – mehr (Ertrag) für weniger (Geld) für mehr und mehr (Menschen). Er nennt das Gandhian Engineering:</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>more for less for more and more.<sup class='footnote'><a href='#fn-172-4' id='fnref-172-4' onclick='return fdfootnote_show(172)'>4</a></sup> Das bedeutet nichts anderes, als dass auch den vier Milliarden Indern, die mit weniger al 2 Dollar pro Tag auskommen müssen, Technologie das Leben zu verbessern vermag.</em></p>
<p><strong> 3. Auch die moralische Sphäre macht kleine, aber stetige Fortschritte.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Hier gestaltet sich die Messbarkeit schwierig. Aber vergleicht man beispielsweise das gegenwärtige Strafrecht mit dem des Mittelalters – oder auch mit dem Strafrecht eines weniger entwickelten Landes – so sieht man, dass da die moralische Grundlage entwickelt wurde</em>.</p>
<p><strong>4. Eine unüberschaubare Fülle von wissenschaftlicher Literatur zeigt die riesige Distanz auf, welche das Leben in den letzten vier Milliarden Jahren zurückgelegt hat von simplen Organismen bis zu komplexen und sozialen Tieren. Dies ist kein eigentlicher Beleg, aber eine starke Unterstützung der These.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unsere Kultur hat also vor vier Milliarden Jahren begonnen!</em></p>
<p><strong>5. Das fünfte Argument, dass der Fortschritt real ist, ist die rasant zunehmende Verstädterung</strong>.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Dieses Argument ist nicht auf den ersten Blick einsichtig. Fortschritt, so zeigt die Geschichte, hat immer in Städten stattgefunden. Immer dann, wenn viele Menschen an einem Ort zusammen kommen, dann entsteht etwas. Ideen vermehren und verändern sich. In der bekannten Vergangenheit haben immer zwischen einem und zwei Prozent der Bevölkerung in Städten gelebt. Diese Zahl ist in den letzten fünfzig Jahren explodiert und strebt gegen 100%. Dabei ist es unerheblich das alle Städte Slums haben, bzw. hatten (auch New York beispielsweise war im 19.Jh. von Slums umgeben). Slums sind wahre Innovationsmotoren. Die Leute haben Zugang zu den Ideen und müssen diese mit den einfachsten Mitteln umsetzen. Auch dazu liefert R.A. Mashelkar in seinem TED Talk schlagende Beweise.</em></p>
<p>Das Buch von Kevin Kelly ist also, wie diese kurze Zusammenfassung aus einem halben Kapitel davon zeugt, eine sehr inspirierende Lektüre – voller neuer Einsichten, aber mit der richtigen Portion Skepsis.</p>
<p>Alles ist gut und wird besser!  <img src="http://blog.markdot.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":-)" class="wp-smiley" /></p>
<p>_______________</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-172'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-172-1'>Das ist übrigens der Grund, warum ich <a href="http://blog.markdot.com/why-tv-is-bad-for-you/?lang=en">keinen Fernseher</a> habe und kaum noch Zeitungen lese. Doch dazu ein andermal mehr. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-172-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-172-2'>Diese so einfach hingeworfene Behauptung werde ich einem nächsten Post etwas ausführlicher darstellen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-172-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-172-3'>Kevin Kelly, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0670022152?ie=UTF8&amp;tag=idomethod-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0670022152">What Technology Wants</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=idomethod-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0670022152" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-172-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-172-4'>sein <a href="http://www.ted.com/talks/r_a_mashelkar_breakthrough_designs_for_ultra_low_cost_products.html?utm_source=newsletter_weekly_2010-10-26&amp;utm_campaign=newsletter_weekly&amp;utm_medium=email" target="_blank">TED talk</a> (in Englisch, aber deutsche Untertitel sind bestimmt bald verfügbar) ist absolut empfehlenswert! <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-172-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://blog.markdot.com/?flattrss_redirect&amp;id=172&amp;md5=136620004324dbf74be032c95188b49a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.markdot.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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